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Kleine Bewegungseinheiten senken Sterberisiko

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Schon wenige Minuten mehr Bewegung im Alltag können das Sterberisiko messbar senken. Eine aktuelle Metaanalyse zeigt, dass selbst kleine Veränderungen – etwa 5 Minuten zusätzliche Aktivität oder weniger Zeit im Sitzen – einen positiven Effekt auf die Lebenserwartung haben können.

Regelmäßige körperliche Aktivität gilt als zentraler Faktor für die Gesundheit. Dennoch erreichen viele Menschen nicht die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen mindestens 150 Minuten moderater Bewegung pro Woche.

Eine aktuelle Metaanalyse untersuchte daher, ob auch geringfügige, alltagstaugliche Steigerungen der Bewegung gesundheitliche Vorteile bringen. Im Fokus standen zusätzliche 5 bis 10 Minuten körperlicher Aktivität pro Tag sowie eine Reduktion der täglichen Sitzzeit.

Daten aus mehreren großen Kohortenstudien

Die Analyse basiert auf Daten aus sieben prospektiven Kohortenstudien aus Norwegen, Schweden und den USA mit insgesamt 40.327 Teilnehmenden und 4.895 Todesfällen. Ergänzend wurden Daten der UK-Biobank mit 94.719 Personen und 3.487 Todesfällen ausgewertet. Die körperliche Aktivität wurde objektiv mittels Bewegungstrackern erfasst. Zur Bewertung nutzten die Wissenschafterinnen und Wissenschafter den sogenannten „Potential Impact Fraction“ (PIF), der abschätzt, wie viele Todesfälle potenziell verhindert werden könnten.

Unterschieden wurde zwischen:

  • einer Hoch-Risiko-Gruppe (die 20 % mit der geringsten körperlichen Aktivität)
  • einer breiteren Vergleichsgruppe ohne die aktivsten 20 %

5 Minuten mehr Bewegung zeigen Effekt

Bereits geringe Steigerungen der Aktivität zeigten messbare Effekte: In der Hoch-Risiko-Gruppe sank das Sterberisiko durch 5 Minuten zusätzliche Bewegung um 6,0 Prozent (95 Prozent KI: 4,3–7,4). In der Gesamtgruppe (ohne die aktivsten Teilnehmer) lag die Reduktion bei 10,0 Prozent (95 Prozent KI: 6,3–13,4).

Auch die Reduktion von Sitzzeiten wirkte sich positiv aus: 30 Minuten weniger Sitzen pro Tag führten zu 3,0 Prozent weniger Todesfällen in der Hoch-Risiko-Gruppe (95 Prozent KI: 2,0–4,1). In der Gesamtgruppe betrug die Risikoreduktion 7,3 Prozent (95 Prozent KI: 4,8–9,6).

Die Daten der UK-Biobank bestätigten diesen Trend, wenn auch mit etwas geringerer Effektstärke: Hier sank das Sterberisiko durch weniger Zeit im Sitzen um 4,5 Prozent.

Relevanz für Prävention und Praxis

Die Ergebnisse legen nahe, dass bereits kleine, realistische Veränderungen im Alltag gesundheitlich relevant sind. Insbesondere für wenig aktive Menschen könnten niedrigschwellige Maßnahmen einen wichtigen Einstieg darstellen.

Nicht nur strukturierte Sportprogramme, sondern auch kurze Bewegungseinheiten im Alltag, wie Gehen, Stiegensteigen oder aktive Pausen, können zur Risikoreduktion beitragen. Die Studie unterstreicht die Bedeutung kleiner Präventionsmaßnahmen, insbesondere für Menschen mit geringer Ausgangsaktivität.

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