Marathon-Studie zeigt Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Männer sind bei Marathons zwar im Durchschnitt schneller als Frauen, erleiden aber deutlich häufiger einen plötzlichen Leistungseinbruch. Das zeigt eine Analyse von 873.334 Finishern des Berlin Marathon. Die in Scientific Reports veröffentlichte Studie sieht sowohl physiologische Unterschiede als auch das Laufverhalten als mögliche Erklärungen. Männer erleben bei Marathons deutlich häufiger das sogenannte "Hitting the Wall"-Phänomen als Frauen. Das geht aus einer Studie hervor, die im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht wurde. Ein Forschungsteam um Dr. Beat Knechtle analysierte gemeinsam mit Wissenschafterinnen und Wissenschaftern aus der...

Hypothalamische Adipositas: Wenn Hunger kein Stopp-Signal kennt

Eine rasche Gewichtszunahme trotz Diät und ohne ausreichendes Sättigungsgefühl kann auf eine Schädigung des Hypothalamus zurückzuführen sein. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) weisen darauf hin, dass die hypothalamische Adipositas häufig übersehen wird und eine spezialisierte Behandlung erfordert. Adipositas wird häufig mit Ernährung und Bewegungsmangel in Verbindung gebracht. Nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) gibt es jedoch auch Erkrankungen, bei denen eine Schädigung zentraler Steuerungsmechanismen im...

Jeder vierte Prostatakrebs-Befund wird nach der Operation hochgestuft

Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse liefert neue Erkenntnisse zur Risikobewertung bei Prostatakrebs. Bei rund einem Viertel der Patienten mit einem Gleason-Score von 3 + 4 in der Biopsie wird der Tumor nach einer radikalen Prostatektomie als aggressiver eingestuft. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer sorgfältigen Risikobewertung, insbesondere wenn eine aktive Überwachung als Behandlungsoption in Betracht gezogen wird. Die Einschätzung der Aggressivität eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms ist entscheidend für die Wahl der geeigneten Behandlung. Neben Operation oder Strahlentherapie kommt bei ausgewählten...

Studie untersucht Immunzellen als Prognosemarker nach Herzinfarkt 

Forschende der Universität Münster haben einen Laborwert identifiziert, der bereits bei der Aufnahme ins Krankenhaus Hinweise auf das Sterberisiko nach einem Herzinfarkt liefern könnte. Der Parameter ist Teil des routinemäßigen Differential-Blutbilds und könnte die Risikoeinschätzung erleichtern. Bevor ein Einsatz im klinischen Alltag möglich ist, sind jedoch weitere Studien erforderlich. Nach einem Herzinfarkt reagiert nicht nur das Herz-Kreislauf-System. Auch das Immunsystem wird aktiviert und setzt verstärkt neutrophile Granulozyten frei, die häufigste Gruppe der weißen Blutkörperchen. Unter starker Belastung gelangen dabei auch...

Badegewässer in Österreich: Qualität hoch, dennoch Risiken beachten

Nach der ersten Hitzewelle und einer kurzen Verschnaufpause kündigt die Wettervorhersage bereits die nächste Hitzeperiode an. Viele Menschen werden dann wieder Abkühlung in Seen und Flüssen suchen. Wer ungetrübten Badespaß genießen möchte, sollte allerdings nicht nur auf die Wassertemperatur achten, sondern auch auf die Wasserqualität und mögliche Gesundheitsrisiken. Seit dem offiziellen Beginn der Badesaison am 15. Juni werden Österreichs EU-Badegewässer regelmäßig kontrolliert. Insgesamt gibt es 260 Badestellen, deren Wasserqualität nach einheitlichen europäischen Vorgaben überwacht wird. Die aktuellen Messergebnisse sind über...

Lebensstil prägt Diabetesrisiko stärker als Gene

Eine US-Studie auf Basis der britischen Biobank zeigt: Der Lebensstil hat größeren Einfluss auf das Risiko für Typ-2-Diabetes als die genetische Veranlagung. Den Forschenden zufolge könnte rund die Hälfte der Erkrankungsfälle durch veränderbare Faktoren verhindert werden. Der Lebensstil hat offenbar größeren Einfluss auf das Risiko für Typ-2-Diabetes als die genetische Veranlagung. Das zeigt eine Analyse von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern der Universität Massachusetts, die Gesundheitsdaten von mehr als 330.000 Menschen aus der britischen Biobank ausgewertet haben. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Diabetes...

Long Covid: Telemedizinische Rehabilitation zeigt langfristigen Nutzen

Eine britische Studie zeigt, dass ein individuell abgestimmtes telemedizinisches Rehabilitationsprogramm Menschen mit Long Covid und kognitiven Einschränkungen langfristig helfen kann. Im Vergleich zur Standard-Nachsorge erreichten die Teilnehmenden ihre persönlichen Rehabilitationsziele deutlich häufiger.  Kognitive Einschränkungen zählen zu den häufigsten Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion. Betroffene berichten u.a. über Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme oder den sogenannten „Brain Fog“. Eine britische Studie des University College London legt nun nahe, dass eine individuell abgestimmte kognitive Rehabilitation per Telemedizin diese Beschwerden nachhaltig verbessern kann. Kognitive Einschränkungen bei Long Covid Long Covid...

Tropenmedizin: „Mückenschutz wird in Europa noch zu wenig ernstgenommen“

Ursula Hollenstein ist Fachärztin für Innere Medizin mit Zusatzfach für Infektiologie und Tropenmedizin. Die begeisterte Reisende betreibt in Wien das Reisemedizinische Zentrum Traveldoc. Im Interview mit PharmaTime spricht sie über tropische Krankheiten in Europa, sinnvollen Reiseschutz und neue Schwerpunktsetzungen bei Impfempfehlungen. Es gibt immer mehr Berichte über Fälle tropischer Krankheiten in Europa. Worauf wird man sich in Zukunft einstellen müssen? Es wird seit vielen Jahren über Tropenerkrankungen berichtet, die näher rücken können. Das betrifft aber nur wenige. Die meisten klassischen Tropenerkrankungen...

Gaming: Studie unterscheidet zwischen Spielzeit und Gaming-Störung

Nicht die Spielzeit allein entscheidet über die kognitive Leistungsfähigkeit von Jugendlichen. Eine Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems zeigt, dass vor allem Anzeichen einer Internet-Gaming-Störung mit niedrigeren kognitiven Testleistungen zusammenhängen. Intensives, aber kontrolliertes Computerspielen war hingegen nicht grundsätzlich mit Nachteilen verbunden. Nicht jedes intensive Computerspielen beeinträchtigt die kognitive Leistungsfähigkeit von Jugendlichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität (KL) Krems, die im Fachjournal Computers in Human Behavior veröffentlicht wurde. Den Forschenden zufolge ist vor allem entscheidend, ob Anzeichen einer...

Wasserhygiene: Experte gibt Tipps zum Schutz vor Legionellen

Wer nach längerer Abwesenheit ein Hotelzimmer bezieht oder aus dem Urlaub nach Hause zurückkehrt, sollte Wasserleitungen vor der ersten Nutzung durchspülen. Darauf weist der deutsche Hygiene-Experte Prof. Dr. Martin Exner hin. Hintergrund ist das Risiko einer Belastung mit Legionellen, die über feinste Wassertröpfchen eingeatmet werden und schwere Lungenentzündungen verursachen können. Sommerzeit ist Reisezeit und damit rückt auch ein oft unterschätztes Hygienethema in den Fokus. Nach längeren Standzeiten kann sich in Wasserleitungen eine erhöhte Konzentration von Legionellen bilden. Prof. Dr. Martin Exner,...