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ME/CFS: Wenn ein Telefonat zum Crash führt

In Österreich leiden rund 76.000 Menschen an der chronischen Multisystemerkrankung ME/CFS, 14.000 davon so schwer, dass sie ihr Zuhause nicht oder nur mit großer Mühe verlassen können. PharmaTime hat mit Claudia Schreiner, die 2008 erkrankte, über ihr Leben mit ME/CFS gesprochen, über gefährliche Fehlannahmen und die unzureichende medizinische Versorgung und soziale Absicherung der Betroffenen. Ein kurzes Telefonat, Duschen oder der Besuch einer Freundin sind für gesunde Menschen selbstverständliche Bestandteile des Alltags, über die sie meist kaum nachdenken müssen. Bei Menschen mit...

Lange Wartezeiten auf Kassen-Facharzttermine in Österreich

Die Wartezeiten auf Kassen-Facharzttermine haben sich laut der „Kassenarzt-Wartezeiten-Studie 2026“ von krankenversichern.at in acht von 14 untersuchten Fachrichtungen gegenüber dem Vorjahr verlängert. Dachverband der Sozialversicherungsträger und Österreichische Ärztekammer kritisieren die Methodik und verweisen auf eine ÖGK-Erhebung mit deutlich kürzeren Wartezeiten. Für die zweite österreichweite „Kassenarzt-Wartezeiten-Studie“ wurden nach Angaben von krankenversichern.at 1.601 Terminrückmeldungen bei Kassenordinationen ausgewertet. Die Erhebung fand zwischen 21. Mai und 10. September 2026 statt. In acht von 14 untersuchten Fachrichtungen waren die Wartezeiten demnach länger als 2025, in drei blieben...

PharmaTime 9/2026: ME/CFS – Aus dem Leben gefallen

ME/CFS ist eine schwere Multisystemerkrankung, die Betroffene oft tief in ihrem Alltag einschränkt – und das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen stellt. Der Schwerpunkt von PharmaTime 9/2026 beleuchtet die Erkrankung aus mehreren Perspektiven: Wie erleben schwer Betroffene ihren Alltag? Wo steht Österreich bei Diagnostik und Versorgung? Und welche Hoffnungen liegen auf der Erforschung von Biomarkern und neuen Therapieansätzen? Dazu kommen Einblicke aus der ersten spezialisierten ME/CFS-PAIS-Anlaufstelle Österreichs und aus dem internationalen Forschungsprojekt DISCOVER-ME, das Hoffnung auf neue Erkenntnisse weckt. Ein Schwerpunkt...

Impfen in Apotheken: Umsetzung rückt näher

Das Impfen in österreichischen Apotheken soll ab 2027 kommen. Bei einer Podiumsdiskussion in Wien diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Apothekerschaft, Sozialversicherung und Patientenanwaltschaft über die Voraussetzungen für die Umsetzung. Rund 3.000 Apothekerinnen und Apotheker haben bereits eine Impfausbildung absolviert. Anfang 2027 soll das Impfen in österreichischen Apotheken starten. Ende Februar hatte die Bundesregierung das Vorhaben angekündigt und Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Modells beauftragt. Mit dem geplanten Start im kommenden Jahr rückt die konkrete Ausgestaltung des...

Kinderinfekte: Wann Selbstbehandlung nicht mehr reicht

Husten, Schnupfen oder Hautausschlag gehören im Kindergarten- und Schulalter zu den häufigen Beschwerden. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) rückt in ihrer Kindergesundheitskampagne deshalb nicht nur die Linderung leichter Symptome in den Mittelpunkt. Entscheidend sei vor allem der Allgemeinzustand des Kindes und die Frage, wann aus einem unkomplizierten Infekt ein Fall für die ärztliche Abklärung wird. Mit Beginn des Kindergarten- und Schulalltags rücken Atemwegsinfekte und andere Erkrankungen bei Kindern wieder stärker in den Fokus. Die ÖGK nimmt das zum Anlass, Eltern und...

Sanofi plant Einstieg bei Cheplapharm

Sanofi will sich mit 26,4 Prozent am deutschen Arzneimittelkonzern Cheplapharm beteiligen. Im Gegenzug soll das Familienunternehmen 20 etablierte Arzneimittel sowie drei Produktionsstandorte übernehmen. Damit würde Cheplapharm erstmals Medikamente selbst herstellen.  Der französische Pharmakonzern Sanofi und Cheplapharm planen eine neue strategische Partnerschaft. Sanofi soll im Zuge der Transaktion eine Beteiligung von 26,4 Prozent an dem Unternehmen aus Greifswald erhalten. Cheplapharm soll dafür ein Portfolio von 20 etablierten Arzneimitteln sowie drei Produktionsstandorte von Sanofi übernehmen. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit 2014 zusammen. Zu...

Die Kraft der Atmung

Mit dem Atem beginnt und endet unser Leben und dazwischen hält er einige Wunder für unsere Gesundheit bereit. Wie wir mit gezielten Breathwork-Übungen für Entspannung und ein gesundes Leben sorgen können. Wir können drei Wochen ohne Essen und drei Tage ohne Trinken auskommen, aber nur drei Minuten ohne Luft zu holen. In alten traditionellen Yogatexten steht, dass jeder Mensch für die Dauer seines Lebens eine bestimmte Anzahl an Atemzügen zur Verfügung hat. Wer langsam und tief atme, könne dementsprechend länger leben...

Neue Hinweise zur frühen Phase der COPD

Die CHRONOS-Studie des Universitätsklinikums Freiburg liefert Hinweise darauf, dass sich Funktionsstörungen der kleinen Atemwege bereits erkennen lassen, bevor die klassische Lungenfunktionsprüfung eine für COPD typische Verengung nachweist. Eine inhalative Dreifachtherapie zeigte bei den untersuchten Personen nach zwölf Wochen erste positive Effekte auf Lungenfunktion und Beschwerden. Husten, Auswurf und Atemnot können erste Zeichen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sein. Wichtigster Risikofaktor ist langjähriges Rauchen. Eine Studie der Klinik für Pneumologie des Universitätsklinikums Freiburg deutet nun darauf hin, dass behandlungsrelevante Veränderungen der Lunge bereits...

Lange Nacht der Urologie: Prostata-Check ohne Termin

Am 9. November 2026 findet österreichweit die zweite „Lange Nacht der Urologie“ statt. Männer ab 50, die noch nie bei der Prostatakrebs-Früherkennung waren, können zwischen 17.00 und 21.00 Uhr ohne vorherige Anmeldung einen ersten Prostata-Check in teilnehmenden Ordinationen und Kliniken durchführen lassen. Anlässlich des „Europäischen Tags der Prostata“ am 15. September ruft die Österreichische Krebshilfe zur Vorsorge und Früherkennung von Prostatakrebs auf. Gleichzeitig kündigt sie die zweite Ausgabe der „Langen Nacht der Urologie“ an. Die Initiative wird von der Österreichischen...

Sepsisversorgung soll von der Früherkennung bis zur Nachsorge reichen

Bei einer Sepsis zählt rasches Handeln. Doch auch nach überstandener Akutphase können körperliche, kognitive und psychische Folgen lange bestehen bleiben. Zum World Sepsis Day am 13. September rücken deshalb Früherkennung, eine durchgängige Versorgung und Langzeitfolgen stärker in den Fokus. Eine Sepsis entsteht, wenn der Körper eine Infektion nicht mehr lokal begrenzen kann und die Immunreaktion körpereigenes Gewebe und Organe schädigt. Innerhalb kurzer Zeit können lebenswichtige Organe versagen. Nach Angaben des Ludwig Boltzmann Instituts für Traumatologie (LBI Trauma) endet eine Sepsis...