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Hitze belastet Alltag und Arbeitswelt zunehmend

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Auch Sommer ohne Rekordtemperaturen führen bei vielen Menschen zu gesundheitlichen Beschwerden. Daten der Gesundheit Österreich GmbH zeigen, dass Hitze längst kein Ausnahmephänomen mehr ist. Fachleute sehen daher wachsenden Handlungsbedarf – auch in der Arbeitswelt.

Hitze wirkt sich zunehmend auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Alltag aus. Laut Daten der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) berichteten 62 Prozent der Bevölkerung über mindestens eine hitzebedingte gesundheitliche Belastung. Im besonders heißen Sommer 2024 lag dieser Wert sogar bei 85 Prozent.

Zu den häufigsten Beschwerden zählen Unwohlsein, Unruhe, schlechter Schlaf oder körperliche Probleme. Mehr als jede dritte Person gab an, wegen der Hitze schlechter zu schlafen. Im Jahr davor war es sogar deutlich mehr als die Hälfte der Befragten.

Andrea Schmidt, Abteilungsleiterin des Kompetenzzentrums Klima und Gesundheit der GÖG, verwies darauf, dass Hitze nicht nur die Gesundheit beeinträchtige, sondern auch die Arbeitsfähigkeit und die Vereinbarkeit von Betreuungspflichten und Erwerbsarbeit.

Neue Vorgaben für Arbeiten im Freien

Mit der Hitzeschutzverordnung gelten in Österreich neue Vorgaben für Arbeiten im Freien. Arbeitgeber müssen einen Hitzeschutzplan bereitstellen. Wird von der Geosphere Austria eine Hitzewarnung ab Stufe 2 („Vorsicht, gelb“, 30-34 Grad Celsius) ausgegeben, sind die darin definierten Maßnahmen verpflichtend umzusetzen.

Zu den möglichen Maßnahmen zählen etwa zusätzliche Pausen, ausreichende Trinkmöglichkeiten oder organisatorische Anpassungen. Zuständig für die Kontrolle ist die Arbeitsinspektion.

Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) verwies darauf, dass hohe Temperaturen laut internationalen Studien die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können. Besonders betroffen seien Menschen, die im Freien arbeiten. Auch das Risiko für Hautkrebs steige durch die zunehmende Hitzebelastung – PharmaNow hat berichtet.

Hitze erhöht Belastung im Rettungsdienst

Das Wiener Rote Kreuz berichtet bei längeren Hitzeperioden von mehr Einsätzen. Gleichzeitig arbeite das Personal auch unter erschwerten Bedingungen. Deshalb wurden interne Hitzeschutzmaßnahmen eingeführt, darunter zusätzliche Getränke, Pausen in gekühlten Bereichen und besondere Rücksicht auf gesundheitlich stärker belastete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Experten warnen vor weiterer Zunahme

Die Geosphere Austria geht davon aus, dass Hitzetage und Tropennächte in Österreich weiter zunehmen werden. Laut Andreas Schaffhauser, wissenschaftlicher Generaldirektor der Geosphere Austria, hat sich Österreich aufgrund seiner geografischen Lage seit dem vorindustriellen Zeitalter deutlich stärker erwärmt als der globale Durchschnitt.

Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad sowie längere Hitzeperioden seien bereits häufiger geworden. Ohne konsequenten Klimaschutz könnten solche Temperaturen künftig deutlich öfter auftreten.

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