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Zivilschutz-App ZIVA startet Testphase in Österreich

Die neue Zivilschutz-App ZIVA soll Bevölkerungsschutz, Vorsorge und Warnmeldungen auf einer Plattform bündeln. Entwickelt wurde die Anwendung vom Österreichischen Zivilschutzverband gemeinsam mit zahlreichen Einsatz- und Forschungseinrichtungen. Der öffentliche Testbetrieb hat nun begonnen.

Die neue App ZIVA soll Nutzerinnen und Nutzer in Österreich bei der Krisenvorsorge unterstützen und im Ernstfall mit aktuellen Warnungen versorgen. Vorgestellt wurde die Anwendung vom Bundesministerium für Inneres gemeinsam mit dem Österreichischen Zivilschutzverband. Laut den Initiatoren verbindet die Plattform erstmals persönliche Vorsorgeinformationen, Gefahreneinschätzungen und Echtzeit-Alarmierungen in einer Anwendung.

Die App befindet sich derzeit in einer offenen Testphase und kann bereits heruntergeladen werden. Die Vollversion soll nach Auswertung erster Rückmeldungen im September starten.

Individuelle Warnungen und Vorsorgeinformationen

ZIVA richtet sich an Menschen, die sich auf Krisensituationen wie Unwetter, Hochwasser, Stromausfälle, Gesundheitskrisen oder andere Gefahrenlagen vorbereiten möchten. Nutzerinnen und Nutzer können verschiedene Standorte hinterlegen, etwa Wohnadresse, Arbeitsplatz oder Betreuungseinrichtungen von Kindern. Dadurch sollen Warnmeldungen für mehrere Orte gleichzeitig möglich sein.

Auf Basis dieser Angaben erstellt die App individuelle Hinweise zu möglichen Risiken am jeweiligen Standort. Laut Österreichischem Zivilschutzverband greift die Anwendung dafür auf offizielle Datenquellen zurück, darunter HORA, GeoSphere Austria und AT-Alert. Ergänzend stellt die Plattform weiterführende Informationen zu unterschiedlichen Gefahrenlagen bereit.

Zusätzlich bietet die App digitale Checklisten zum Abhaken und Empfehlungen zur persönlichen Vorsorge. Dazu zählen Hinweise zur Notfallausrüstung und zur Anlage von Vorräten. Nutzerinnen und Nutzer sollen außerdem Erinnerungsfunktionen und ergänzende Hinweise dabei unterstützen, Vorsorgemaßnahmen einfacher in den Alltag zu integrieren.

Auch konkrete Verhaltenstipps für akute Ereignisse sind integriert. Darüber hinaus stellt die Anwendung Anleitungen für unterschiedliche Phasen einer Krisensituation bereit –also vor, während und nach einem Ereignis.

Zusammenarbeit mit Einsatzorganisationen und Forschung

Der Österreichische Zivilschutzverband entwickelte ZIVA im Auftrag des Innenministeriums. Nach Angaben der Projektverantwortlichen waren rund 120 Organisationen und Institutionen beteiligt, darunter Einsatzorganisationen, Forschungseinrichtungen und Behörden. Genannt werden u.a. GeoSphere Austria, das Rote Kreuz, der Samariterbund, Feuerwehren sowie Universitäten und technische Hochschulen.

Die Plattform soll bestehende Warnsysteme ergänzen und Informationen zentral verfügbar machen.

Kostenloses Angebot in der Testphase

Der Österreichische Zivilschutzverband beschreibt ZIVA als kostenloses und werbefreies Angebot. Die Anwendung ist bewusst einfach gestaltet, damit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen sie nutzen können.

Wie belastbar die Plattform bei größeren Ereignissen und hohem Nutzeraufkommen ist, soll sich laut Projektverantwortlichen im laufenden Testbetrieb zeigen.

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