Weißer Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen. Nach Angaben des Hautkrebschirurgiezentrums Wien werden in Österreich jedes Jahr mehr als 30.000 Neuerkrankungen registriert. Hauptursache ist die über viele Jahre angesammelte UV-Belastung der Haut. Fachleute betonen daher, dass konsequenter Sonnenschutz und die frühzeitige Abklärung auffälliger Hautveränderungen entscheidend sind.
Wer seine Haut im Sommer vor intensiver Sonneneinstrahlung schützt, senkt zwar das Risiko für Hautkrebs. Dennoch kann sich weißer Hautkrebs oft erst Jahrzehnte nach einer hohen UV-Belastung entwickeln. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter, weshalb die Erkrankung vor allem bei älteren Menschen auftritt.
Zu den häufigsten Formen des weißen Hautkrebses zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Beide entstehen bevorzugt an Körperstellen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind – etwa im Gesicht, an der Kopfhaut, am Hals, an den Schultern oder an den Händen.
Zwei Tumorarten mit unterschiedlichem Verlauf
Das Basalzellkarzinom entwickelt sich aus Zellen der Oberhaut und wächst in der Regel langsam. Es bildet nur äußerst selten Metastasen, kann jedoch unbehandelt in das umliegende Gewebe einwachsen und dieses schädigen.
Das Plattenepithelkarzinom entsteht häufig aus Vorstufen, sogenannten aktinischen Keratosen. Diese zeigen sich oft als raue, schuppende Hautstellen auf chronisch sonnenbelasteter Haut. Im Vergleich zum Basalzellkarzinom wächst das Plattenepithelkarzinom meist schneller und kann in seltenen Fällen Tochtergeschwülste bilden.
UV-Strahlung bleibt der wichtigste Risikofaktor
Nach Angaben des öffentlichen Gesundheitsportals gesundheit.gv.at ist UV-Strahlung die wichtigste Ursache für die Entstehung von Hautkrebs. Besonders Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das spätere Erkrankungsrisiko. Auch künstliche UV-Strahlung in Solarien gilt als Risikofaktor.
Einen vollständigen Schutz vor Hautkrebs gibt es nicht. Fachleute empfehlen jedoch, intensive Sonneneinstrahlung möglichst zu vermeiden, geeignete Schutzkleidung und Sonnenschutzmittel zu verwenden sowie auf Solariumbesuche zu verzichten.
Haut regelmäßig kontrollieren
Ebenso wichtig ist die Früherkennung. Auffällige Hautveränderungen sollten möglichst rasch hautärztlich abgeklärt werden. Dazu zählen neu entstandene Hautveränderungen, schuppende oder schlecht heilende Hautstellen, blutende Veränderungen oder Muttermale, die ihre Form, Größe oder Farbe verändern.
Menschen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko – beispielsweise aufgrund eines hellen Hauttyps, zahlreicher Muttermale oder einer familiären Vorbelastung – wird zudem empfohlen, die Haut regelmäßig von einer Hautärztin oder einem Hautarzt untersuchen zu lassen.
Chirurgische Entfernung gilt als Standardtherapie
Je früher weißer Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Nach Angaben des Göttlicher Heiland Krankenhauses lassen sich Hauttumore in der Regel chirurgisch entfernen. Während des Eingriffs kann das entnommene Gewebe unmittelbar untersucht werden, um sicherzustellen, dass kein Tumorgewebe zurückbleibt. Besonders im Gesicht soll dadurch möglichst gewebeschonend operiert werden.
Nach dem Eingriff empfehlen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte, die Operationsnarbe für mindestens ein Jahr vor intensiver UV-Strahlung zu schützen.




