Rund vier Wochen früher als in den vergangenen Jahren breitet sich die Influenza aus. Dominant ist derzeit die A(H3N2)K-Variante. Auch europaweit steigen die Fallzahlen.
Die Influenza-Welle in Österreich hat offiziell begonnen – und das deutlich früher als in den vergangenen Jahren. Wie das Zentrum für Virologie der MedUni Wien und das Diagnostische Influenza Netzwerk Österreich (DINÖ) mitteilen, wurden in der Kalenderwoche 49/2025 in mehr als 20 Prozent der Sentinelproben Influenzaviren nachgewiesen. Auch klinische Proben aus allen Bundesländern bestätigen den landesweiten Anstieg der Influenza-Aktivität. „Im Vergleich zu den vorhergehenden Saisonen startet die Grippewelle etwa vier Wochen früher“, so das DINÖ.

Grippebedingte Krankenstände steigen deutlich
Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) verzeichnet einen deutlichen Anstieg an Influenza-bedingten Krankmeldungen: In der Vorwoche stieg die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsmeldungen wegen Influenza von 891 auf 1.572 Fälle.
Influenza A(H3N2)K vorherrschend – Impfdurchbrüche möglich
Aktuell dominiert die neue Influenza A(H3N2)-Variante des Subclades K. Bereits Ende Oktober 2025 wurden erste sporadische Influenzavirus-Nachweise registriert – ein weiteres Indiz für den frühen Saisonbeginn. Auch in Europa zeigt sich ein ähnliches Bild: Laut DINÖ melden 21 von 36 Ländern derzeit eine regionale oder weitverbreitete Influenzavirusaktivität.
Die aktuell vorherrschende Variante führe laut Experten zwar zu keinen schwereren Verläufen, umgeht jedoch den Impfschutz gekonnter als frühere Varianten. Laut der Virologin Monika Redlberger-Fritz von der MedUni Wien ist daher mit einer reduzierten Impfwirksamkeit zu rechnen. Gegen schwere Verläufe sei der Schutz durch die Impfung aber dennoch gegeben.
„Um sich vor schweren Krankheitsverläufen und Krankheitsfolgen aufgrund einer Influenza zu schützen, ist die kostenlose Grippe-Impfung ratsam“, empfiehlt auch ÖGK-Chefarzt Andreas Krauter.
Eine Liste teilnehmender Impfstellen ist unter www.impfen.gv.at zu finden.




