Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Bevölkerung zusätzliche Gesundheitsleistungen in Apotheken befürworten. Der Österreichische Apothekerverband sieht darin Rückenwind für eine stärkere Einbindung der Apothekerinnen und Apotheker in die Gesundheitsversorgung.
Anlässlich des Tags der Apothekerinnen und Apotheker hat der Österreichische Apothekerverband auf die wachsende Bedeutung der öffentlichen Apotheken im Gesundheitssystem hingewiesen. Im Mittelpunkt stehen dabei eine stärkere Einbindung in die Gesundheitsversorgung sowie zusätzliche Leistungen, die künftig in Apotheken angeboten werden könnten.
Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Austrian Health Forum (AHF) deuten auf eine hohe Akzeptanz zusätzlicher Gesundheitsleistungen in öffentlichen Apotheken hin. So können sich 66 Prozent der Befragten vorstellen, dass Apothekerinnen und Apotheker künftig Aufgaben wie Impfungen übernehmen. Als größtes Problem im Gesundheitssystem nennen 38 Prozent der Befragten Termine und Wartezeiten.
Apothekerverband sieht Auftrag für mehr Kompetenzen
Für den Österreichischen Apothekerverband unterstreichen die Ergebnisse den Wunsch der Bevölkerung nach einem niederschwelligen Zugang zu Gesundheitsleistungen.
„Die Apotheke muss als niederschwellige Gesundheitsdrehscheibe noch stärker in die Versorgung eingebunden werden. Mit langen Öffnungszeiten, wohnortnaher Versorgung und raschem Zugang ohne lange Wartezeiten leisten Apotheken einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Gesundheitssystems und zur Verbesserung der Versorgung der Menschen“, sagt Mag.pharm. Thomas W. Veitschegger, Präsident des Österreichischen Apothekerverbands.
Als eine neue Dienstleistung plant die Bundesregierung Impfungen in Apotheken ab 2027 zu ermöglichen. Dies sei ein notwendiger Schritt und dieses Angebot ist bereits Teil der Regelversorgung in zahlreichen europäischen Ländern.
Versorgung auch bei Lieferengpässen
Mag.pharm. Andreas Hoyer, 1. Vizepräsident des Österreichischen Apothekerverbands betont außerdem die Rolle der Apotheken bei Lieferengpässen. Nach Angaben des Apothekerverbands könnten Engpässe häufig durch Beschaffung in anderen Apotheken, wirkstoffgleiche Alternativen oder magistrale Zubereitungen abgefedert werden.
Apothekenalltag ist Teamarbeit
Apothekerinnen und Apotheker arbeiten eng mit pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentinnen und Assistenten (PKAs) sowie weiteren Berufsgruppen in den öffentlichen Apotheken zusammen. Nach dem Tag der Apothekerinnen und Apotheker am 26. Juni folgt am 27. Juni der Tag der PKAs, der heuer bereits zum fünften Mal begangen wurde. PharmaNow hat darüber berichtet.




