Start Wirtschaft Life-Sciences-Standort: PHARMIG fordert bessere Rahmenbedingungen

Life-Sciences-Standort: PHARMIG fordert bessere Rahmenbedingungen

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Die pharmazeutische Industrie sieht den Life-Sciences-Standort Österreich unter Druck. Bei der Generalversammlung der PHARMIG standen die internationale Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und die Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Produktion im Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Sozialpartnerschaft diskutierten mögliche Wege zur Stärkung des Standorts.

Die Zukunft des österreichischen Life-Sciences-Sektors war das zentrale Thema der 72. Generalversammlung der PHARMIG, des Verbandes der pharmazeutischen Industrie Österreichs. Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten, zunehmender globaler Konkurrenz und steigender Anforderungen im Gesundheitswesen appellierte die Branche an die Politik, verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen sicherzustellen.

Industrie pocht auf Planungssicherheit

Nach Angaben der PHARMIG seien stabile wirtschafts- und standortpolitische Voraussetzungen entscheidend, um Investitionen, Forschung und Produktion langfristig in Österreich zu halten. Gleichzeitig gehe es darum, die Arzneimittelversorgung zu sichern und Innovationen rasch zu den Patientinnen und Patienten zu bringen.

Dr. Pavol Dobrocky, Präsident der PHARMIG, verwies darauf, dass Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen zunehmend im internationalen Wettbewerb treffen. Verlässliche Rahmenbedingungen würden daher wesentlich beeinflussen, ob neue Projekte in Österreich umgesetzt werden oder in andere Regionen verlagert werden.

Abstimmung zwischen Politikbereichen gefordert

Auch Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, sprach sich für eine stärker koordinierte Standortpolitik aus. Forschung, Produktion und Gesundheitsversorgung müssten gemeinsam gedacht werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig zu sichern. Laut Herzog investieren viele pharmazeutische Unternehmen trotz herausfordernder Rahmenbedingungen weiterhin in Österreich und erfüllen ihren Versorgungsauftrag.

Diskussion über Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Arbeitnehmervertretung über die Zukunft des Standorts. Dabei standen insbesondere die internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Versorgungssicherheit sowie die Bedingungen für Forschung und Innovation im Fokus.

Thematisiert wurden auch steigende regulatorische Anforderungen und der wachsende Kostendruck im Gesundheitswesen. Nach Einschätzung der Diskussionsteilnehmerinnen und Diskussionsteilnehmer seien langfristige Lösungen nur durch ein abgestimmtes Vorgehen von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft möglich. Dem Life-Sciences-Sektor wurde dabei eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung und Innovationskraft Österreichs zugeschrieben.

Vorstand der PHARMIG bestätigt

Neben den inhaltlichen Diskussionen standen auch personelle Entscheidungen auf der Tagesordnung. Das Präsidium der PHARMIG bleibt unverändert. Präsident bleibt Dr. Pavol Dobrocky (Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG). Als Vizepräsidenten bzw. Vizepräsidentinnen fungieren weiterhin Mag. Roland Huemer (Richter Pharma AG), Mag. (FH) Elisabeth Keil (Daiichi Sankyo Austria GmbH) und Dipl.rer.nat. Nicole Daniela Schlautmann (Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H.).

Zudem bestätigte die Generalversammlung die kooptierten Vorstandsmitglieder Mag. (FH) Michael Mayr (Fresenius Kabi Austria GmbH), Alexander Mülhaupt (Roche Austria GmbH) und Marco Pucci (Sandoz Austria GmbH).

Weitere Mitglieder im Vorstand bleiben DI Mario Haller (Eli Lilly Ges.m.b.H.), KommR.Dkfm. Johann F. Kwizda(Kwizda Pharma GmbH), Mag. Elgar Schnegg (ratiopharm Arzneimittel Vertriebs GmbH), Mag. Nina Thill (Vertex Pharmaceuticals Austria), Mag. Wolfgang Wacek (Sanova Pharma Ges.m.b.H.) sowie Dr. Bernhard Wittmann(Sigmapharm Arzneimittel GmbH).

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