Mit der e-card im Gepäck sind viele Österreicherinnen und Österreicher auch im Ausland krankenversichert. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) informiert, welche Leistungen gelten, was im Ernstfall zu tun ist und worauf bei Reiseapotheke und Impfschutz zu achten ist.
Die Sommermonate gelten als Hauptreisezeit. Laut Österreichischer Gesundheitskasse (ÖGK) sind rund 7,6 Millionen Versicherte auch im Ausland abgesichert – vorausgesetzt, sie führen ihre e-card mit sich. Auf deren Rückseite befindet sich die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK), die in zahlreichen Ländern gilt.
EKVK gilt in vielen europäischen Staaten
Die EKVK ist in allen EU- und EWR-Mitgliedstaaten sowie in der Schweiz und in Großbritannien gültig. Darüber hinaus umfasst der Geltungsbereich auch einzelne Balkanstaaten wie Serbien, Bosnien-Herzegowina und Nordmazedonien.
Für Aufenthalte in der Türkei ist hingegen ein eigener Urlaubskrankenschein erforderlich. Dieser kann laut ÖGK rasch und digital über die App oder das Webportal unter dem Bereich „Reisen und Urlaub“ erstellt werden.
Was im Krankheitsfall zu tun ist
Je nach Reiseland gelten unterschiedliche Abläufe im Krankheitsfall:
In Ländern mit Sozialversicherungsabkommen kann medizinische Versorgung direkt in Anspruch genommen werden. Die EKVK deckt dabei notwendige und nicht aufschiebbare Behandlungen ab.
In der Türkei ist der Urlaubskrankenschein vorzulegen.
In Staaten ohne entsprechendes Abkommen müssen Patientinnen und Patienten die Behandlung zunächst selbst bezahlen. Anschließend kann die Rechnung bei der ÖGK eingereicht werden – etwa über die App oder das Webportal als Wahlarztrechnung.
Reiseapotheke rechtzeitig zusammenstellen
Neben dem Versicherungsschutz empfiehlt es sich, die Reiseapotheke rechtzeitig und passend zum Reiseziel zusammenzustellen. Eine Apotheke bietet dafür individuelle Beratung – etwa dazu, welche Medikamente und Produkte je nach Reisedestination, Reisedauer und persönlichen gesundheitlichen Bedürfnissen sinnvoll sind.

Zur Grundausstattung zählen u.a. Nasenspray, Insektenschutzmittel, Sonnenschutz sowie Verbandsmaterial. Ebenso sollten Schmerzmittel, Elektrolytlösungen und Präparate gegen Magen-Darm-Beschwerden mitgeführt werden. Bei Flugreisen können zusätzlich Augentropfen sinnvoll sein. Individuell benötigte Medikamente – etwa bei Allergien, Diabetes oder Bluthochdruck – sollten ebenfalls nicht fehlen.
Darüber hinaus rät die ÖGK, den Impfstatus rechtzeitig zu überprüfen. Dies sollte idealerweise spätestens vier Wochen vor Reiseantritt erfolgen. Besonders relevant sind Impfungen gegen Hepatitis A und B sowie Auffrischungen gegen Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten. Auch hier können Pharmazeutinnen und Pharmazeuten beratend zur Seite stehen.
Mitversicherung nach der Matura beachten
Ein weiterer Hinweis betrifft Jugendliche nach dem Schulabschluss: Mit der Matura endet häufig die Mitversicherung über die Eltern automatisch. Wer im Anschluss etwa ein Studium beginnt oder Präsenz- bzw. Zivildienst leistet, kann die Mitversicherung bei der ÖGK verlängern.
Mit e-card und EKVK, einer gut ausgestatteten Reiseapotheke sowie aktuellem Impfschutz sind wichtige Voraussetzungen für einen abgesicherten Urlaub erfüllt.




