Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat 2026 erneut Unternehmen für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ausgezeichnet. In Wien erhielten 51 Betriebe das BGF-Gütesiegel, stellvertretend für 35.101 Beschäftigte. Die Auszeichnung unterstreicht die wachsende Bedeutung gesunder Arbeitsbedingungen in einer sich wandelnden Arbeitswelt.
Das BGF-Gütesiegel zeichnet Betriebe aus, die nachhaltige Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit umsetzen und definierte Qualitätskriterien der Betrieblichen Gesundheitsförderung erfüllen. Die Unternehmen erhalten die Auszeichnung für drei Jahre. Ziel ist es, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sie körperliche und psychische Gesundheit langfristig unterstützen.
Die Teilnahme am Programm ist freiwillig und kostenlos. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) begleitet Betriebe bei der Umsetzung und Weiterentwicklung entsprechender Maßnahmen. Diese reichen von Bewegungs- und Ernährungsangeboten bis hin zu Stressprävention, Führungskräfteentwicklung und verbesserten Organisationsstrukturen.
51 ausgezeichnete Betriebe in Wien
Im Jahr 2026 wurden österreichweit 593 Unternehmen mit dem BGF-Gütesiegel ausgezeichnet. In Wien nahmen 51 Betriebe die Auszeichnung entgegen. Die Verleihung fand am 19. März 2026 im Dachverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger statt.
Seit mittlerweile 26 Jahren setzt das Österreichische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung Impulse für gesunde Arbeitsplätze. Aktuell profitieren 749.609 Beschäftigte in 2.731 Unternehmen von den etablierten Standards. Insgesamt wurden bisher 5.701 Gütesiegel vergeben.
Bedeutung für Gesundheitsförderung steigt
Die Bedeutung von Gesundheitsförderung in Betrieben nimmt weiter zu. Gerade vor dem Hintergrund von Digitalisierung, hybriden Arbeitsmodellen und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz steigen die Anforderungen an Unternehmen.
Korinna Schumann, Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, betont die Rolle der Prävention:

Prävention und gesundheitsfördernde Maßnahmen spielen dabei eine entscheidende Rolle – insbesondere am Arbeitsplatz, wo viele Menschen einen großen Teil ihres Alltags verbringen.
Korinna Schumann
Bundesministerin für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, SPÖ
Auch seitens der ÖGK wird der Nutzen klar hervorgehoben. Mag. Peter McDonald, ÖGK-Obmann, verweist auf den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Unternehmenserfolg:

Gesunde, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg – davon profitieren Betriebe ebenso wie Beschäftigte.
Mag. Peter McDonald
Vorsitzender des Verwaltungsrates der ÖGK
Wachsende Bedeutung in einer dynamischen Arbeitswelt
Die Vorsitzenden des Landesstellenausschusses der ÖGK in Wien, EUR ING Bmstr. Ing. Walter Seemann und MMag. Agnes Streissler-Führer, sehen in BGF einen zentralen Hebel für moderne Arbeitswelten. Sinkende Krankenstände, geringere Fluktuation und höhere Produktivität zeigen den konkreten Nutzen.
Auch Dr. Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), verweist auf die Vorbildwirkung der ausgezeichneten Betriebe: „Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der ausgezeichneten Unternehmen erneut steigt.“
Gesundheitsförderung als Modell der Zukunft
Die Betriebliche Gesundheitsförderung gilt heute als eines der erfolgreichsten Präventionsprogramme Österreichs. Der Lebensweltenansatz, der mit der Ottawa-Charta (zentrales Grundsatzdokument der WHO) eingeführt wurde, steht dabei weiterhin im Fokus.
Mit der steigenden Zahl an zertifizierten Unternehmen wächst zudem auch die Reichweite gesundheitsfördernder Maßnahmen. Das BGF-Gütesiegel bleibt damit ein sichtbares Zeichen für gelebte Gesundheitskultur und nachhaltige Unternehmensführung.




