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Alzheimer: Zahlen steigen, Angst davor bleibt konstant

Obwohl Alzheimer-Erkrankungen steigen, nimmt die Furcht vor der Diagnose nicht zu. Laut einer neuen Umfrage liegt Alzheimer im Sorgenranking der Österreicherinnen und Österreicher hinter Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt. 

In Österreich leben laut Schätzungen aus dem letzten Demenzbericht rund 170.000 Menschen mit einer demenziellen Beeinträchtigung. Am häufigsten ist die Alzheimer-Demenz mit etwa 110.000 Betroffenen. 

Alzheimer-Zahlen steigen, Bewusstsein hinkt hinterher

Obwohl die Zahl der an Alzheimer erkrankten Personen in Österreich weiter steigt, nimmt die Angst vor der Erkrankung in der Bevölkerung nicht zu. Das geht aus einer aktuellen Spectra-Umfrage im Auftrag der MAS Alzheimerhilfe hervor, wie die APA berichtete.

Die größte Sorge gilt nach wie vor anderen Krankheiten: 37% der Befragten fürchten sich am meisten vor Krebs, gefolgt von Schlaganfall (18%). Je 10% der Umfrageteilnehmer haben Angst vor Herzinfarkt bzw. Alzheimer. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2018, als Alzheimer mit 18% noch auf Platz zwei lag.

Betroffene ziehen sich zurück

30% der Befragten gaben an, jemanden zu kennen, der an Alzheimer erkrankt ist. 2018 waren dies noch 37%. Dies deute auf einen gewissen sozialen Rückzug der Betroffenen und ihrer Angehörigen hin. 

„Die Befragung zeigt, wo wir als Gesellschaft gefordert sind – und wo wir als Organisation Impulse setzen können“, sagte Gerald Kienesberger, Geschäftsführer der MAS Alzheimerhilfe, gegenüber der APA.

Wissensstand und Informationsquellen

Nur 19% der Befragten fühlen sich gut über Alzheimer informiert, während 24% mehr erfahren möchten. Wobei Frauen diesbezüglich mehr Interesse zeigen als Männer. 

Die mit Abstand wichtigste Informationsquelle ist die Hausärztin bzw. der Hausarzt (63%), gefolgt von Neurologinnen und Neurologen (30%). Angebote von Organisationen wie Alzheimerhilfe, Caritas oder Demenzberatungsstellen werden hingegen kaum genutzt. Dies sei nachvollziehbar, weil in der ersten Phase nach der Diagnose Betroffene eine besondere Bindung zu ihren Ärzten aufbauen.

Bei den anonymen Informationsquellen führen Zeitungen und Magazine vor Online-Angeboten und Sachbüchern. Google bleibt die wichtigste digitale Anlaufstelle. 

Akzeptanz für Pflegeheim im Krankheitsfall steigt

Bei ersten Anzeichen von Gedächtnisproblemen würden mehr als die Hälfte (54%) ärztlichen Rat suchen, meist bei der Hausärztin bzw. beim Hausarzt. Im Vergleich zu 2018 verändert hat sich die Akzeptanz für stationäre Betreuung: 34% der Befragten könnten sich im Fall einer Alzheimer-Erkrankung eine Unterbringung in einem Pflegeheim vorstellen – das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch 2018. Männer (39%) zeigen sich dabei offener als Frauen (30%).

Für diese Erhebung im 3. Quartal 2025 wurden 1.019 Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahren befragt.

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