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Aluminium in Kinderimpfstoffen: kein Hinweis auf Gefährdung

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Gerüchte, dass Aluminiumsalze in Impfstoffen die Gesundheit gefährden, sind hartnäckig. Dänische Wissenschafter haben jetzt durch Analyse der Daten von 1,2 Mio. Kindern nachgewiesen: Die Vakzine erzeugen kein erhöhtes Risiko für Autoimmunerkrankungen, Allergien, Autismus oder ADHS. 

„Die kumulative Aluminiumbelastung durch Impfungen in den ersten zwei Lebensjahren war nicht mit einem Anstieg der Häufigkeit der 50 untersuchten Erkrankungen verbunden“, schreibt das Autorenteam um Dr. Niklas Andersson vom Department of Epidemiology Research des Statens Serum Instituts in Kopenhagen. „Diese landesweite Kohortenstudie fand keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Autoimmunerkrankungen, atopische oder allergische Erkrankungen oder neurologische Entwicklungsstörungen im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber aluminiumadsorbierten Impfstoffen in der frühen Kindheit“, berichten die Forschenden in der Studie, die kürzlich in „Annals of Internal Medicine“ veröffentlicht wurde.

Unbegründete Verunsicherung

Andersson und seine Co-Autoren betonen die immer wieder beobachtbare Verunsicherung rund um die Vakzine. „Obwohl die Immunisierung von Kindern mit aluminiumadsorbierten Impfstoffen seit Jahrzehnten weltweit praktiziert wird und allgemein als sicher gilt, tauchen immer wieder Bedenken hinsichtlich möglicher Schäden auf.“ Insbesondere Ergebnisse aus überwiegend tierexperimentellen Studien hätten Bedenken geschürt, was mögliche neurotoxische Effekte dieser Impfstoffe sowie ein erhöhtes Risiko für Autoimmunerkrankungen und atopische Erkrankungen betrifft.

Daten von 1,2 Mio. Kindern ausgewertet

Deshalb haben die Wissenschafter die Daten von 1.224.176 dänischen Kindern ausgewertet. In den ersten beiden Lebensjahren werden in Dänemark jedes Jahr 94 bis 97% der Babys und Kleinkinder immunisiert. Darunter Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Haemophilus influenzae b, Pneumokokken, Hepatitis A und B. Die Vakzine bestehen eben aus Antigenen, mit denen die Aluminium-Adjuvanzien während des Produktionsprozesses beladen werden.

Kein Anstieg der Erkrankungen

Die Wissenschafter berechneten, wie sich das Risiko für 36 Autoimmunerkrankungen (darunter Gelenksrheuma, Typ-1-Diabetes, Psoriasis, Morbus Crohn), neun atopische/allergische Erkrankungen (z.B. Asthma, Allergien, atopische Dermatitis) und fünf neurologische Entwicklungsstörungen (z.B. Autismus, ADHS) pro Milligramm Aluminium-Adjuvans-Belastung mehr veränderte. 

Die Daten dazu waren eindeutig: Bei Autoimmunerkrankungen, atopischen und allergischen Erkrankungen sowie neurologischen Entwicklungsstörungen zeigte sich je Milligramm Anstieg aufgenommenen Aluminiums keine signifikante Risikoerhöhung. Zu den Ausreißern gehörten das Asperger-Syndrom (plus 13% bei insgesamt nur 175 Betroffenen unter 1,2 Millionen Kindern) oder Colitis ulcerosa (minus 28% bei nur 68 Fällen). Für Autismus zeigte sich je Milligramm Aluminiumbelastung mehr durch Impfungen eine um sieben Prozent geringere Häufigkeit, für ADHS lag sie um zehn Prozent niedriger.

Das Fazit der Wissenschafter: Am ehesten sei eine solche Aluminiumbelastung „mit keinem erhöhten Risiko verbunden.“ Geringe Effekte bei seltenen Erkrankungen könnten sie aber statistisch nicht bewerten. 

Originalpublikation:

Andersson NW et al.: Aluminum-Adsorbed Vaccines and Chronic Diseases in Childhood: A Nationwide Cohort Study. Ann Intern Med. 15. July 2025. (Epub ahead of print)

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