Start Politik Gesundheitspolitik WHO würdigt Österreichs Vorreiterrolle gegen Transfette

WHO würdigt Österreichs Vorreiterrolle gegen Transfette

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Die WHO hat Österreich für seinen erfolgreichen Einsatz gegen Transfette ausgezeichnet. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) nahm die internationale Anerkennung im Rahmen der Weltgesundheitsversammlung entgegen.

Die WHO zeichnete Österreich am 19. Mai 2025 für seinen erfolgreichen Kampf gegen gesundheitsschädliche Transfette aus. Gesundheitsministerin Korinna Schumann nahm WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus das „Trans Fat Elimination Validation Certificate” im Rahmen der Weltgesundheitsversammlung entgegen und betonte die Bedeutung evidenzbasierter Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit.

„Im Wissen um die gesundheitlichen Schäden, die industriell hergestellte Transfette verursachen, haben wir in Österreich bereits 2009 als zweites Land weltweit Maßnahmen zu ihrer Abschaffung eingeführt. Wie dieses Beispiel zeigt, haben mutige, evidenzbasierte politische Maßnahmen definitiv positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung. Wir sind stolz darauf, zu den Ländern zu gehören, die diese weltweiten Bemühungen anführen”, erklärte die Gesundheitsministerin bei der Auszeichnung.

Vorreiterrolle seit 2009

Bereits 2009 führte Österreich als zweites Land weltweit – nach Dänemark – Grenzwerte für industriell hergestellte Transfette in Lebensmitteln ein. Seitdem ist der Anteil an Transfetten in österreichischen Produkten deutlich zurückgegangen. Auch die meisten Lebensmittel halten bei Routinekontrollen die vorgeschriebenen Grenzwerte ein. Mit der späteren EU-weiten Regelung konnte die Bedeutung der österreichischen Maßnahmen weiter gestärkt werden.

Transfette: Ein globales Gesundheitsrisiko

Transfette gelten als stiller Killer, da sie weltweit jährlich für bis zu 300.000 Todesfälle durch koronare Herzkrankheiten verantwortlich sind. Neben Österreich haben sich auch Norwegen, Oman und Singapur der WHO-Initiative zur Eliminierung industrieller Transfette angeschlossen. Diese Länder haben nicht nur nationale Richtlinien eingeführt, sondern auch effektive Systeme zur Überwachung und Durchsetzung etabliert.

Transfette entstehen, wenn flüssige Pflanzenöle industriell in halbfeste Formen umgewandelt werden, um Textur und Haltbarkeit zu verbessern. Diese Stoffe finden sich vor allem in Backwaren, Snacks und Margarine wieder. Ihre gesundheitsschädlichen Effekte – selbst in geringen Mengen – machen ihren Einsatz überflüssig und gefährlich.

Globaler Aufruf zur Eliminierung

Vor sieben Jahren startete die WHO die Initiative zur globalen Eliminierung industriell hergestellter Transfette. Während damals nur 11 Länder entsprechende Maßnahmen hatten, sind es heute fast 60 Staaten, die etwa 46% der Weltbevölkerung repräsentieren.

„Jetzt ist es an der Zeit, den Fortschritt zu beschleunigen. Ich unterstütze den Aufruf der WHO und appelliere an alle Länder, sich dieser wachsenden Bewegung anzuschließen und sich für eine Zukunft ohne Transfette einzusetzen”, betonte Ministerin Schumann.

QuelleRedaktion

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