Start Politik „TrumpRx“: Trump startet Plattform für günstigere Medikamente

„TrumpRx“: Trump startet Plattform für günstigere Medikamente

Werbung

US-Präsident Donald Trump hat die Plattform „TrumpRx.gov“ gestartet, um die hohen Arzneimittelpreise in den USA zu senken. 16 Pharmakonzerne gewähren Preisnachlässe im Austausch gegen Zoll-Ausnahmen. Vor allem Patienten ohne Versicherung sollen profitieren.

US-Präsident Donald Trump hat die neue Online-Plattform „TrumpRx.gov“ präsentiert. Ziel der Website sei es, die teils extrem hohen Arzneimittelpreise in den USA zu senken, so Regierungsvertreter. Trump erklärte zudem bei der Vorstellung im Weißen Haus: „Die Menschen werden viel Geld sparen und gesund sein.“

Preisnachlässe im Austausch gegen Zoll-Ausnahmen

Das Angebot basiert auf einer Vereinbarung mit 16 großen Pharmaunternehmen, darunter Pfizer, AstraZeneca, Merck und GSK. Im Gegenzug für Ausnahmen von US-Zöllen verpflichten sich die Unternehmen, Medikamente vergünstigt anzubieten – sowohl für das staatliche Medicaid-Programm als auch für Selbstzahlerinnen und Selbstzahler über die Plattform.

Besonders im Fokus stehen Medikamente gegen Fettleibigkeit, etwa Ozempic und Wegovy von Novo Nordisk sowie Präparate von Eli Lilly. Die Preise sollen laut Regierung auf 149 bis 350 US-Dollar pro Monat sinken. Auch die neue Wegovy-Tablette ist über das Portal verfügbar.

Kein Direktverkauf – Vermittlung über externe Anbieter

Die Plattform verkauft keine Medikamente direkt, sondern nutzt die Technologie des Rabatt-Portals GoodRx, um Nutzende an Apotheken oder Online-Händler weiterzuleiten. Zum Angebot gehören auch digitale Gutscheine, mit denen Nutzerinnen und Nutzer Rabatte bei teilnehmenden Anbietern erhalten können.

Ein Auszug von der Website TrumpRx.gov lautet (übersetzt):

„Amerika wurde bei Medikamenten übervorteilt. Dieselben Medikamente, hergestellt in denselben Fabriken, in denselben Dosierungen, kosten Amerikanerinnen und Amerikaner bis zu 1.000 Prozent mehr als in anderen Ländern. Das ist inakzeptabel.“

Zielgruppe: Menschen ohne Versicherung

Die Initiative richtet sich in erster Linie an Menschen ohne Krankenversicherung. Expertinnen und Experten sehen den Vorstoß jedoch kritisch. „Es stellt sich wirklich die Frage, welchen Wert dies für Menschen mit Versicherung hat“, sagte Juliette Cubanski, Vizedirektorin für Medicare-Politik bei der Organisation KFF. Selbst mit Rabatten könnten Eigenanteile weiterhin unerschwinglich sein, so Cubanski.

US-Patientinnen und -Patienten zahlen laut Vergleichen für Medikamente im Schnitt dreimal so viel wie Menschen in anderen Industrienationen.

Neue Artikel

Wie gesund ist vegan?

Vegane Ernährung ist im Aufschwung und wird doch regelmäßig kontrovers diskutiert. Aber bekommt man durch eine vegane Ernährung automatisch...

Trump will Impfempfehlungen für Kinder reduzieren

US-Präsident Donald Trump will die Impfempfehlungen für Kinder in den USA deutlich reduzieren. Künftig soll seine Regierung nur noch...

Apple Vision Pro findet ihren Platz im OP

Als Alltagsgerät hat sich Apples Vision Pro bislang nicht auf breiter Basis durchgesetzt. In der Medizin findet die Datenbrille...

ÖGK baut digitale Services weiter aus

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) erweitert ihre digitalen Angebote für 7,6 Millionen Versicherte sowie für Vertragspartner und Dienstgeber. Künstliche Intelligenz...

 Weitere Artikel

Wie gesund ist vegan?

Vegane Ernährung ist im Aufschwung und wird doch regelmäßig kontrovers diskutiert. Aber bekommt man durch eine vegane Ernährung automatisch...

Trump will Impfempfehlungen für Kinder reduzieren

US-Präsident Donald Trump will die Impfempfehlungen für Kinder in den USA deutlich reduzieren. Künftig soll seine Regierung nur noch...

Apple Vision Pro findet ihren Platz im OP

Als Alltagsgerät hat sich Apples Vision Pro bislang nicht auf breiter Basis durchgesetzt. In der Medizin findet die Datenbrille...