Zum Start der Outdoor-Saison erweitert der Österreichische Polleninformationsdienst sein Angebot. Parallel dazu fällt der Vienna City Marathon 2026 in eine vergleichsweise günstige Phase im Pollenflug – mit Einschränkungen.
Der Österreichische Polleninformationsdienst (ÖPID) startet mit 15. April 2026 eine neue „Special Event-Seite“. Das kostenlose Angebot liefert standortbezogene und stundengenaue Informationen zu Pollenbelastung, Allergierisiko sowie weiteren gesundheitsrelevanten Faktoren bei ausgewählten Großveranstaltungen.
Zum Auftakt wird der Service beim Vienna City Marathon am 19. April 2026 eingesetzt. Zusätzlich ist eine Visualisierung des Pollenflugs entlang der Laufstrecke geplant. Künftig soll das Angebot auf weitere Events wie Festivals und Kulturveranstaltungen ausgeweitet werden.
Laut Dr. Markus Berger, Leiter des ÖPID, erhalten Betroffene damit eine fundierte Grundlage für ihre Freizeitplanung und können gesundheitliche Belastungen besser einschätzen.
Zwischenphase im Pollenflug beim Marathon
Nach aktuellen Einschätzungen des Pollenservice Wien der MedUni Wien fällt der Vienna City Marathon in eine Übergangsphase im Pollenflug. Die Belastung durch Birkenpollen nimmt ab, ist jedoch weiterhin relevant. Gleichzeitig klingt die Blüte der Esche aus. Die Gräserblüte hat hingegen noch nicht begonnen, was insbesondere für Gräserpollen-Allergiker eine Entlastung bedeutet. Zu beachten ist jedoch die Rolle der Platane, die aktuell einen dominanten Beitrag zum Pollenflug im urbanen Raum leistet. Auch kreuzreaktive Arten wie Hainbuche, Hopfenbuche, Eiche und Buche können Symptome verstärken.
Vorbereitung bleibt entscheidend
Expertinnen und Experten empfehlen trotz der vergleichsweise günstigen Situation entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen unter anderem eine medikamentöse Prophylaxe bei Birkenpollenallergie sowie das Tragen von Kopfbedeckung und Sonnenbrille während des Laufs.
Für Personen mit ausschließlich Gräserpollenallergie ist die Situation aktuell deutlich entspannter.
Wetter und Luftqualität als zusätzliche Faktoren
Neben dem Pollenflug spielen auch Wetterbedingungen eine zentrale Rolle. Änderungen bei Luftfeuchtigkeit, Temperatur sowie erhöhte Ozon- und Feinstaubwerte können Beschwerden verstärken. Gewitter können zusätzlich zu einer erhöhten Belastung führen, da Pollen aufplatzen und so allergische Reaktionen bis hin zu Asthmaanfällen auslösen können.
Einordnung und weiterführende Forschung
Der neue Event-Service des Österreichischen Polleninformationsdienstes (ÖPID) soll bei entsprechender Nutzung weiter ausgebaut werden. Perspektivisch ist auch eine Integration in die Pollen+ App vorgesehen. Damit könnten standortbezogene Polleninformationen künftig noch niederschwelliger verfügbar sein und die individuelle Planung für Allergikerinnen und Allergiker weiter erleichtern.




