Am 9. November 2026 findet österreichweit die zweite „Lange Nacht der Urologie“ statt. Männer ab 50, die noch nie bei der Prostatakrebs-Früherkennung waren, können zwischen 17.00 und 21.00 Uhr ohne vorherige Anmeldung einen ersten Prostata-Check in teilnehmenden Ordinationen und Kliniken durchführen lassen.
Anlässlich des „Europäischen Tags der Prostata“ am 15. September ruft die Österreichische Krebshilfe zur Vorsorge und Früherkennung von Prostatakrebs auf. Gleichzeitig kündigt sie die zweite Ausgabe der „Langen Nacht der Urologie“ an. Die Initiative wird von der Österreichischen Krebshilfe, dem Berufsverband der Österreichischen Urologie und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie getragen.
Nach Angaben der Österreichischen Krebshilfe ist Prostatakrebs mit jährlich mehr als 8.000 Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Österreich. Im Frühstadium verursacht die Erkrankung keine oder kaum Symptome. Die Krebshilfe verweist daher auf die Bedeutung der Früherkennung.
Zweite Lange Nacht nach Auftakt 2025
Die erste „Lange Nacht der Urologie“ fand 2025 statt. Daran nahmen damals mehr als 500 Männer das Angebot wahr.
„Mehr als 500 Männer in ganz Österreich haben 2025 das Angebot der ersten Langen Nacht der Urologie in Anspruch genommen. Das zeigt: Der Bedarf an solchen Angeboten ist da. Wir freuen uns sehr, dass auch heuer wieder zahlreiche Urologinnen und Urologen in ganz Österreich diese Initiative unterstützen!“, sagt Mag. Martina Löwe, Krebshilfe-Geschäftsführerin und Initiatorin der Langen Nacht der Urologie.
Am 9. November 2026 beteiligen sich urologische Ordinationen und Kliniken in allen neun Bundesländern. Von 17.00 bis 21.00 Uhr können Männer des Jahrgangs 1976 sowie Männer ab 50, die noch nie bei der Prostatakrebs-Früherkennung waren, ohne vorherige Anmeldung ihren ersten Prostata-Check durchführen lassen.
Für Männer mit familiärer Vorbelastung – wenn z.B. Vater, Bruder oder Onkel an Prostatakrebs erkrankt sind oder waren – wird die Früherkennung bereits ab 45 empfohlen.
Anamnese und Bestimmung des PSA-Werts
Der angebotene Prostata-Check umfasst ein fachärztliches Anamnese-Gespräch und eine Blutabnahme zur Bestimmung des PSA-Werts (prostataspezifisches Antigen). Ob weitere Untersuchungen erforderlich sind, entscheidet die Urologin bzw. der Urologe im Individualfall.
„Aus der Praxis wissen wir: Viele Männer brauchen nur einen kleinen Schubs, um den ersten Schritt zu setzen. Mit der Langen Nacht der Urologie schaffen wir genau dieses Angebot. Wir erhoffen uns viele Männer, die zum ersten Mal einen Prostata-Check machen und freuen uns über jeden, der diesen Abend für seinen ersten Check nutzt.“, erklärt DDr. Med. Mehmet Özsoy, Präsident des Berufsverbands der Österreichischen Urologie.
Untersuchung ist nicht grundsätzlich kostenlos
Die „Lange Nacht der Urologie“ ermöglicht einen ersten Prostata-Check ohne vorherige Terminvereinbarung, bedeutet aber nicht automatisch eine kostenlose Untersuchung. Die teilnehmenden Ordinationen und Kliniken beteiligen sich freiwillig an der Initiative; für die Abrechnung gelten laut Veranstaltern grundsätzlich die üblichen Modalitäten.
Bei Kassenärztinnen und Kassenärzten hängt die Übernahme der Kosten für die Bestimmung des PSA-Werts vom jeweiligen Versicherungsträger ab. Gegebenenfalls sind diese selbst zu bezahlen. Bei Wahlärztinnen und Wahlärzten müssen die Kosten der Untersuchung zunächst vor Ort bezahlt werden. Je nach Versicherungsträger kann anschließend ein Teil der Wahlarztkosten von der jeweiligen Gesundheitskasse erstattet werden.
Der besondere Zugang der Aktion liegt damit vor allem darin, dass Männer ab 50, die noch nie bei der Prostatakrebs-Früherkennung waren, am 9. November zwischen 17.00 und 21.00 Uhr ohne Terminvereinbarung eine teilnehmende Ordination oder Klinik aufsuchen können.
Teilnehmer sollen ihre e-Card mitbringen. Die Veranstalter veröffentlichen auf der Website der Loose Tie-Aktion eine nach Bundesländern gegliederte und laufend aktualisierte Liste der teilnehmenden Ordinationen und Kliniken. Dort wird auch zwischen Kassen- und Wahlärztinnen bzw. -ärzten unterschieden.




