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Chronotyp als Faktor für den Trainingserfolg

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Regelmäßige Bewegung verbessert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Eine randomisierte kontrollierte Studie deutet nun darauf hin, dass auch der Zeitpunkt des Trainings eine Rolle spielt. Erwachsene mit kardiovaskulären Risikofaktoren profitierten stärker, wenn sie ihre Trainingseinheiten an ihren individuellen Chronotyp anpassten. Verbesserungen zeigten sich unter anderem beim Blutdruck, bei Stoffwechselparametern und der Schlafqualität.

Regelmäßige körperliche Aktivität zählt zu den wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wie groß der gesundheitliche Nutzen ausfällt, könnte jedoch auch davon abhängen, wann trainiert wird. Das zeigt eine randomisierte kontrollierte Studie, die im Fachjournal BMJ Open Sport & Exercise Medicine veröffentlicht wurde.

Die Forschenden untersuchten, ob ein an den individuellen Chronotyp angepasster Trainingszeitpunkt zusätzliche gesundheitliche Vorteile bringt. Als Chronotyp wird der natürliche Schlaf-Wach-Rhythmus eines Menschen bezeichnet. Während Morgentypen ihre höchste Leistungsfähigkeit eher in den frühen Stunden erreichen, sind Abendtypen später am Tag aktiver.

Training zur biologisch passenden Tageszeit

Die Studie wurde am University of Lahore Teaching Hospital in Pakistan durchgeführt. Eingeschlossen wurden 150 Erwachsene im Alter von 40 bis 60 Jahren mit mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor und überwiegend sitzender Lebensweise. 134 Teilnehmer beendeten die Studie. Der Chronotyp wurde zunächst mit dem Morningness-Eveningness Questionnaire (Fragebogen zur Bestimmung des Chronotyps) bestimmt und anschließend anhand der Körperkerntemperatur überprüft.

Alle Teilnehmer absolvierten über zwölf Wochen ein betreutes Ausdauertraining mit moderater Intensität an fünf Tagen pro Woche. Eine Gruppe trainierte jeweils zu einer Tageszeit, die ihrem Chronotyp entsprach. Die Vergleichsgruppe absolvierte dasselbe Trainingsprogramm bewusst zu einer für ihren Chronotyp unpassenden Tageszeit.

Verbesserungen bei Blutdruck, Stoffwechsel und Schlaf

Beide Gruppen profitierten von der regelmäßigen Bewegung. Allerdings fielen die Verbesserungen bei den Teilnehmern mit chronotypgerechtem Training deutlicher aus. Dies betraf insbesondere den Blutdruck sowie die Herzfrequenzvariabilität, die Rückschlüsse auf die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems zulässt.

Auch die körperliche Leistungsfähigkeit entwickelte sich günstiger. Darüber hinaus verbesserten sich Stoffwechselparameter wie LDL-Cholesterin und Nüchternblutzucker stärker als in der Kontrollgruppe. Zusätzlich berichteten die Teilnehmer über eine bessere Schlafqualität.

Nach Angaben der Studienautoren war zudem die Trainingsadhärenz in der Gruppe mit chronotypgerechtem Training höher, was darauf hindeutet, dass individuell abgestimmte Trainingszeiten möglicherweise auch die langfristige Umsetzung regelmäßiger Bewegung erleichtern könnten.

Personalisierte Bewegung als möglicher Ansatz

Die Autoren sehen in der Berücksichtigung des Chronotyps einen möglichen Ansatz, um Bewegungsprogramme für Menschen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko weiter zu individualisieren. Da sich der Trainingsumfang und die Trainingsintensität zwischen den Gruppen nicht unterschieden, sprechen die Ergebnisse dafür, dass bereits der Trainingszeitpunkt den gesundheitlichen Nutzen beeinflussen könnte.

Die Ergebnisse sollten jedoch vorsichtig interpretiert werden. Die Untersuchung wurde an einem einzelnen Studienzentrum durchgeführt und umfasste eine vergleichsweise kleine Teilnehmerzahl. Ob sich die beobachteten Effekte auch langfristig und in anderen Bevölkerungsgruppen bestätigen lassen, müssen weitere Studien zeigen.

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QuelleStudie

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