Start News Hitze wird zum Gesundheitsrisiko – Caritas startet Hilfsmaßnahmen

Hitze wird zum Gesundheitsrisiko – Caritas startet Hilfsmaßnahmen

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Mit Temperaturen von bis zu 36 Grad erreicht Österreich Mitte Juni die erste Hitzewelle des Jahres. Während viele Menschen die sommerlichen Temperaturen genießen, steigt für ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen sowie armutsbetroffene und obdachlose Menschen das Gesundheitsrisiko deutlich. Die Caritas hat deshalb ihr Hitzepaket aktiviert und bietet gemeinsam mit Pfarren konkrete Unterstützung an.

Hitze zählt mittlerweile zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken. Laut Daten der AGES wurden im Sommer 2024 rund 1.100 hitzebedingte Todesfälle in Österreich registriert. Darauf weist auch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hin. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen mit Herz-Kreislauf-, Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen.

Caritas unterstützt mit Klimaoasen und Streetwork

Um Menschen während der Hitzewelle zu entlasten, eröffnet die Caritas gemeinsam mit 24 Pfarren in Wien und Niederösterreich erneut sogenannte Klimaoasen. Die Pfarrgärten stehen als kostenlose Rückzugsorte zur Verfügung und bieten Schatten, Trinkmöglichkeiten sowie kleine Mahlzeiten.

Zusätzlich sind die Streetwork-Teams der Caritas im Einsatz. Sie versorgen obdachlose Menschen mit Trinkwasser, Sonnencreme, Kopfbedeckungen, Isomatten und Sommerschlafsäcken. Auch der Louisebus, die mobile Ordination der Caritas, bietet medizinische Unterstützung direkt vor Ort. Nach Angaben der Caritas wurden im vergangenen Jahr knapp 6.380 Besuche in den Klimaoasen gezählt.

Hitze belastet den Körper

Die ÖGK warnt, dass hohe Temperaturen den Organismus erheblich belasten können. Um den Körper zu kühlen, erweitern sich die Blutgefäße und die Schweißproduktion steigt. Dadurch werden Herz und Kreislauf stärker beansprucht und das Risiko für Flüssigkeitsmangel nimmt zu.

Mögliche gesundheitliche Folgen sind:

  • Kreislaufprobleme und Schwindel
  • Dehydrierung
  • Konzentrationsstörungen
  • Erschöpfung
  • Hitzekrämpfe
  • Hitzschlag

Besondere Aufmerksamkeit gilt älteren Menschen. Sie verspüren häufig weniger Durst und reagieren empfindlicher auf Flüssigkeitsverluste. Die ÖGK empfiehlt daher, während Hitzeperioden verstärkt auf ältere Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn sowie alleinlebende Personen zu achten.

Tipps für heiße Tage

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Gesundheitsrisiko reduzieren:

  • regelmäßig Wasser trinken, bevor Durst entsteht
  • direkte Sonneneinstrahlung in den heißesten Stunden vermeiden
  • körperliche Aktivitäten in die Morgen- oder Abendstunden verlegen
  • leichte und wasserreiche Mahlzeiten bevorzugen
  • auf Warnsignale wie Schwindel, Kopfschmerzen oder starke Erschöpfung achten
  • ältere und alleinlebende Menschen aktiv unterstützen

Treten starke Kreislaufprobleme oder Anzeichen eines Hitzschlags auf, sollte rasch medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Klimakrise verschärft soziale Belastungen

Die Caritas weist darauf hin, dass die zunehmende Zahl an Hitzetagen insbesondere Menschen trifft, die über wenig finanzielle Ressourcen verfügen oder keinen ausreichenden Schutz vor hohen Temperaturen haben. Neben der akuten Hilfe fordert die Organisation daher langfristige Maßnahmen wie hitzebeständigen Wohnraum, mehr Grünflächen und frei zugängliche Aufenthaltsorte in Städten.

Auch bittet die Caritas um Mithilfe und Spenden für Menschen in Not. „Bitte unterstützen Sie uns dabei, jenen zu helfen, die besonders unter den heißen Temperaturen leiden. Jede Spende zählt!“, appelliert Klaus Schwertner, Caritasdirektor.

Online spenden im wirhelfen.shop der Caritas:

Mit 3,50 Euro spendieren Sie ein kaltes Getränk in einer Klimaoase.
Mit 50 Euro schenken Sie ein Hitzepaket bestehend aus Isomatte,
Sommerschlafsack, Sonnencreme, Trinkwasser und einer Kopfbedeckung

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