Start Apotheke Hautanalysen in Apotheken offenbaren erhöhtes Risiko für Sonnenschäden

Hautanalysen in Apotheken offenbaren erhöhtes Risiko für Sonnenschäden

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Mehr als zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer österreichweiten Aktionswoche wurden als Hauttyp I oder II eingestuft. Die kostenlosen Hauttyp-Analysen fanden in Partnerapotheken des Gesundheitsnetzes Goldenes Kreuz statt und sollten das Bewusstsein für Sonnenschutz und Hautkrebsprävention stärken.

Viele Menschen kennen ihr persönliches Risiko für Sonnenschäden offenbar nicht ausreichend. Darauf deuten die Ergebnisse einer Aktionswoche zum Thema Sonnenschutz hin, die das Gesundheitsnetz Goldenes Kreuz gemeinsam mit Partnerapotheken durchgeführt hat. Interessierte konnten dabei kostenlose Hauttyp-Analysen in ausgewählten Apotheken in Anspruch nehmen.

Nach Angaben der Veranstalter kamen ein KI-gestütztes Hautanalyse-Tool sowie ein Fragebogen zu individuellen Risikofaktoren zum Einsatz.

Mehrheit der Teilnehmer als sonnenempfindlich eingestuft

Die Auswertung ergab, dass mehr als zwei Drittel der getesteten Personen den Hauttypen I oder II zugeordnet wurden. Diese Hauttypen gelten als besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlung und weisen ein erhöhtes Risiko für Sonnenschäden auf. Darüber hinaus gab knapp jede fünfte teilnehmende Person an, dass bereits Hautkrebsfälle in der Familie aufgetreten seien.

Laut den Organisatoren flossen neben dem Hauttyp auch Faktoren wie Pigmentveränderungen, UV-Exposition, familiäre Vorbelastungen und weitere Hautauffälligkeiten in die Analyse ein.

Sechs Hauttypen und ihre Eigenschutzzeit

Die Hauttypen unterscheiden sich nicht nur in Hautfarbe und Bräunungsverhalten, sondern auch in ihrer sogenannten Eigenschutzzeit. Sie gibt an, wie lange sich die Haut ohne Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, bevor erste Hautschäden auftreten können.

Hauttyp    KurzbeschreibungEigenschutzzeit*
Typ ISehr helle Haut, oft Sommersprossen, rötliche oder blonde Haare, bräunt kaum5-10 Minuten
Typ IIHelle Haut, blonde bis hellbraune Haare, bräunt langsam10-20 Minuten
Typ IIIMittlere Hautfarbe, bräunt allmählich20-30 Minuten
Typ IVOlivfarbene Haut, dunkle Haare, bräunt rasch und intensiv30-40 Minuten
Typ VDunkle Haut, dunkle bis schwarze Haare, selten Sonnenbrand50-60 Minuten
Typ VIDunkelbraune Haut, schwarze Haare, sehr geringe Sonnenbrandneigung70-80 Minuten

*Die Eigenschutzzeit ist ein Richtwert und ersetzt keinen Sonnenschutz. Auch Menschen mit dunkleren Hauttypen können UV-bedingte Hautschäden und Hautkrebs entwickeln.
Quelle: Initiative „Sonne ohne Reue“, Österreichische Krebshilfe

Auch Menschen mit dunkleren Hauttypen benötigen Schutz vor UV-Strahlung. Die Eigenschutzzeit schützt nicht vor langfristigen Hautschäden oder Hautkrebs.

Apotheken als wichtige Anlaufstellen für Prävention

Die Aktion zeigte nach Angaben der beteiligten Apotheken auch, dass viele Menschen Beratungsbedarf rund um Sonnenschutz und Hautgesundheit haben. Häufige Fragen betrafen die Bestimmung des Hauttyps, individuelle Risikofaktoren sowie den Einfluss von Medikamenten und Lebensgewohnheiten auf die Haut.

Für Apotheken bieten solche Initiativen die Möglichkeit, niederschwellige Präventionsangebote mit persönlicher Beratung zu verbinden und Gesundheitskompetenz zu fördern.

Aufklärungsbedarf beim Sonnenschutz bleibt bestehen

Die Ergebnisse unterstreichen aus Sicht der beteiligten Organisationen die Bedeutung von Aufklärungsarbeit. Viele Menschen kennen ihren Hauttyp nicht oder schätzen ihr persönliches Risiko für UV-bedingte Hautschäden falsch ein.

Die Österreichische Krebshilfe verweist in diesem Zusammenhang seit Jahren auf die Bedeutung frühzeitiger Prävention und eines bewussten Umgangs mit Sonnenstrahlung. Einen Online-Hautyp-Test kann man hier machen.

Dermatologin mahnt zu konsequentem Schutz

Aus dermatologischer Sicht bleibt konsequenter Sonnenschutz eine zentrale Maßnahme zur Vorbeugung von Hautschäden und Hautkrebs. Neben Sonnenschutzmitteln spielen auch schützende Kleidung, Kopfbedeckungen, Sonnenbrillen mit UV-Filtern sowie ein angepasstes Verhalten in der Sonne eine wichtige Rolle.

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