Veränderungen im PharmaTime Verlag sollen nicht primär verändern, sondern verbessern. Warum PharmaTime 2024 zu einem noch besseren PharmaTime wurde und was unser Versprechen an die Zukunft ist…
Zu einem runden Jubiläum liegt der Blick in den Rückspiegel auf der Hand – um zu erzählen: Was war, was bewegte und wer die Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter waren. Auch ich könnte zu einer solchen Retrospektive einiges beitragen. Immerhin sind es bald 23 Jahre, die ich den PharmaTime Verlag auf allen Ebenen, Verantwortungsbereichen und Höhen wie Tiefen kennengelernt, begleitet und mitgestaltet habe. Mir liegt der klare Blick nach vorne viel mehr. Denn beginnend mit meiner Übernahme der Geschäftsführung im Sommer 2023 begann für den PharmaTime Verlag und seine Medien der interne Zukunftsprozess. Und dieser sollte seinen nach außen hin sichtbaren Anfang mit dem Start in das Jubiläumsjahr zu 40 Jahren PharmaTime haben. Damit läuteten wir das Jahr der Erneuerung ein…
Neuer Chefredakteur
Nicht selten ist eine Veränderung in der Chefredaktion eines Magazins ein gewagter Schritt, eine Zäsur. Als Neo-Chefredakteur muss man sich oftmals erst beweisen, denn der Vergleich zu seinem Vorgänger liegt nahe. Noch herausfordernder kann dies sein, wenn letzterer bereits knapp 40 Jahre Chefredakteur war, zugleich Verlagsgründer, Brancheninsider und – last but not least – der eigene Vater ist. Die sprichwörtlichen Fußstapfen waren also groß.
Für manche auch noch ein Erschwernis: das fehlende „pharm.“ hinter meinem Magister. Nicht so für mich. Ich habe mich bewusst gegen ein Pharmazie- und für ein Wirtschaftsstudium entschieden. Aus einer Apothekerfamilie kommend, hat sich dies für mich bis heute als die richtige Wahl herausgestellt. Immerhin haben mich mein Studium und meine beruflichen Erfahrungen gelehrt, Dinge anders anzugehen, Herausforderungen, auch später im Verlag, stets mit anderen Augen zu sehen und strategisch und mit Weitblick anzugehen. Und immerhin muss man ja (ganz unwissenschaftlich) sagen, dass ich die Pharmazie und die Apotheke grundsätzlich in meiner DNA habe. Die Pharmazie kam bei mir sozusagen bereits durch die Muttermilch und meinen ersten Nachtdienst habe ich absolviert, als ich gerade einmal stehen konnte. Die Apotheke war seit meiner Kindheit ein allgegenwärtiges Thema. Und so blicke ich auf einen breiten Erfahrungsschatz an Insights aus der Apothekenlandschaft und zusätzlich über zwei Jahrzehnte persönliche Erfahrungen im PharmaTime Verlag zurück. Das macht mich zwar immer noch zu keinem Pharmazeuten, umso qualifizierter sehe ich mich jedoch in meiner Rolle als Chefredakteur und Herausgeber. Meine neue Position erfüllt mich aber auch mit Respekt. Denn die Relevanz, die sich PharmaTime in den letzten 40 Jahren in der Apothekerschaft, der Pharmaindustrie und der Gesundheitspolitik erarbeitet hat, geht auch mit einer Verantwortung einher. Einer Verantwortung, die ich sehr gerne übernehme, um für Österreichs Apotheken wichtige Themen anzustoßen.
Altes PharmaTime ganz neu
Mit dem Start in das Jubiläumsjahr fanden noch zahlreiche weitere Neuerungen statt. Allem voran optimierten wir das Leseerlebnis und spendierten PharmaTime einen modernisierten Aufritt. Ziel war dabei nicht die Verändung selbst. Vielmehr sollte das Bestehende nachgeschärft werden. Immerhin sehen wir es als unsere Aufgabe als Verlag, unsere Medien ständig in allen Aspekten weiterzuentwickeln.
Klarheit, Übersichtlichkeit und ansprechende Schriftbilder sollten das optische Erscheinungsbild noch ansprechender machen und an moderne Lesegewohnheiten anpassen. PharmaTime erhielt ein neues Logo. Weiterhin steht dabei die Äskulapnatter im Mittelpunkt. Ihr Blick auf Gesundheitssystem, Politik & Co. ist noch wachsamer geworden. Auch das Logo des Verlags hat sich mit dieser Ausgabe zum Jubiläum daran orientiert.
Inhaltlich bietet PharmaTime in jeder Ausgabe neben vielen stets aktuellen und journalistisch recherchierten Themen auch immer einen Schwerpunkt, der aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, hinterfragt und erörtert – stets mit Relevanzanspruch für die Apotheke. Dem folgt auch das neue Apothekenservice „Effizient Beraten“, mit dem PharmaTime in jeder Ausgabe (mit Ausnahme von dieser) Wissenschafts- und Endkonsumenteninformation kombiniert. Ein Update auf den letzten Stand der Wissenschaft wird durch ein sorgfältig recherchiertes Informationsblatt ergänzt, das Apotheken an die eigenen Kundinnen und Kunden verteilen können – eine Produktempfehlung für den sinnvollen Zusatzverkauf und Platz für die Kontaktdaten der Apotheke inklusive.
Doch auch Altbekanntes fand in die letzte Überarbeitung von PharmaTime zurück. So wurde der berüchtigste aller Kollegen der Apothekerschaft aus der Schreibpension geholt. Gemeint ist natürlich „Der Herr Mörserl“, der nun wieder in unregelmäßigen Abständen mit gewohnt spitzer Zunge das Geschehen in Gesundheitssystem und Apothekerschaft kommentieren wird. Unsere Leserinnen und Leser haben es sich gewünscht, wir haben es erfüllt: Das beliebte „Rezepträtsel“ mit den unleserlichen Arztrezepten gibt es nun wieder in jeder Ausgabe – als Retro-Edition.

Mein Versprechen an die Zukunft: PharmaTime bleibt unabhängig, kritisch, dadurch meinungsbildend und stets für Apotheken relevant. Das ist für uns Selbstverständnis und Auftrag zugleich.
Mag. Christoph Jakesz
Geschäftsführer & Chefredakteur PharmaTime Verlag
Vieles ändert sich, eines bleibt
In diesem Jubiläumsjahr hat sich bereits viel getan. Aber auch für 2025 sind inhaltliche Neuerungen und Nachschärfungen auf die Kernausrichtung geplant. Eines wird sich jedoch nicht ändern, und das ist mein Versprechen als neuer Chefredakteur: PharmaTime wird auch in Zukunft für unabhängigen Fachjournalismus stehen, der kritisch hinterfragt, sich kein Blatt vor den Mund nimmt und immer der Apotheke verpflichtet ist.




