Start Wissenschaft Studie: höheres Post-Covid-Risiko bei Adipositas

Studie: höheres Post-Covid-Risiko bei Adipositas

Grazer Forschende analysierten die Gesundheitsdaten von 500 männlichen Wehrpflichtigen. Dabei zeigte sich, dass Männer mit Adipositas ein bis zu dreifach erhöhtes Risiko für Post-Covid-Symptome aufweisen. Die Ergebnisse liefern somit neue Hinweise auf die Bedeutung viszeraler Adipositas als Risikofaktor.

Grazer Studie: Adipositas und das Post-Covid-Syndrom

Eine Studie der Med Uni Graz und dem Heeresspital Graz zeigt, dass junge Männer mit Adipositas ein signifikant erhöhtes Risiko haben, nach einer COVID-19-Erkrankung ein Post-Covid-Syndrom zu entwickeln, wobei sich die Analyse auf die Gesundheitsdaten von 500 Stellungspflichtigen stützt.

Viszerale Adipositas als Indikator

Die Wissenschafterinnen und Wissenschafter untersuchten zwei gängige Parameter zur Bestimmung von Übergewicht, wobei sie den Body-Mass-Index (BMI) und das Taille-zu-Körpergröße-Verhältnis (WHtR) heranzogen.
Letzteres gilt als verlässlicher Marker für zentrale Adipositas (Bauchfett), die wiederum mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist.

„Adipositas gilt als möglicher Risikofaktor für das Post-Covid-19-Syndrom“, schreiben Reinhard Domanyi und seine Co-Autoren im Fachjournal Journal of Clinical Medicine.

Risiko bei Adipositas um bis zu Faktor 2,8 erhöht

Von den 500 Teilnehmern hatten 376 bereits eine COVID-19-Infektion durchgemacht. Davon entwickelten 82 Personen (21%) ein Post-Covid-Syndrom. Besonders betroffen waren jene mit Adipositas:

BMI ≥ 30: 15% der Betroffenen vs. 5% der Nicht-Betroffenen → Risiko erhöht um Faktor 2,8
WHtR ≥ 0,5: 26% der Betroffenen vs. 14% der Nicht-Betroffenen → Risiko erhöht um Faktor 2,18

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass viszerale Adipositas ein relevanter Prädiktor für Post-Covid-Verläufe sein könnte.

Fokus auf Prävention und Risikogruppen

Die Forschenden betonen die Relevanz der Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf Früherkennung und Prävention. Denn gerade bei jungen Männern mit Übergewicht könnte ein Screening des WHtR wesentlich zur Risikoeinschätzung beitragen.

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