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Thierry Langer ist neuer Präsident der ÖPhG

Mit Thierry Langer steht die Österreichische Pharmazeutische Gesellschaft (ÖPhG) vor einem Aufbruch: Der neue Präsident will wissenschaftliche Exzellenz stärken, Nachwuchs fördern und den Dialog mit Öffentlichkeit und Politik intensivieren. Gleichzeitig betont er die Bedeutung von Kontinuität und das Engagement aller Mitglieder.

Univ.-Prof. Mag.pharm. Dr. Thierry Langer hat mit Jahresbeginn die Präsidentschaft der Österreichischen Pharmazeutischen Gesellschaft (ÖPhG) übernommen. In einem ersten Grußwort skizzierte er zentrale Ziele für seine Amtszeit und würdigte zudem die Leistungen seiner Vorgänger.

Langer erklärte, er übernehme das Amt in dem Bewusstsein, dass die Pharmazie in Österreich auf einem starken Fundament stehe – getragen von engagierten Wissenschafterinnen und Wissenschaftern, Apothekerinnen und Apothekern sowie seinen geschätzten Vorgängern im Amt. Er dankte besonders Univ.-Prof. Mag.pharm. Dr. Helmut Viernstein und dem bisherigen Vorstand für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren.

Neue Schwerpunkte für die ÖPhG

Für seine Präsidentschaft kündigt Langer drei zentrale Handlungsfelder an:

  • Stärkung der wissenschaftlichen Exzellenz: Die ÖPhG soll als Plattform für interdisziplinären Austausch auf nationaler und internationaler Ebene weiter ausgebaut werden.
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Mentoring-Programme und Netzwerke sollen junge Forschende und Studierende beim Einstieg in die Wissenschaft unterstützen.
  • Mehr Sichtbarkeit und Dialog: Die ÖPhG will die Pharmazie stärker im öffentlichen und gesundheitspolitischen Diskurs positionieren.

Zudem betont Langer, wie wichtig das aktive Engagement der Mitglieder für die Weiterentwicklung der Gesellschaft sei. Eine Fachgesellschaft lebe nicht von ihrem Vorstand allein, so Langer.

Die ÖPhG – Forum der pharmazeutischen Wissenschaften

Die Österreichische Pharmazeutische Gesellschaft wurde 1979 in Wien auf Initiative von Prof. Gottfried Heinisch(Pharmazeutische Chemie) und Prof. Wolfgang Kubelka (Pharmakognosie) gegründet. Aktuell zählt sie rund 600 Mitglieder.

Ziel der Gesellschaft ist es, Fachpersonen aus Universitäten, Apotheken, Industrie, Großhandel sowie Behörden miteinander zu vernetzen. Besonders gepflegt werden auch internationale Kooperationen – etwa über die Mitgliedschaft bei der EUFEPS (European Federation for Pharmaceutical Sciences).

Pharmazie: Wissenschaft mit Verantwortung

Die Pharmazie ist als interdisziplinäre Naturwissenschaft eng mit der Medizin verbunden, denn sie befasst sich mit der Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Anwendung von Arzneimitteln und übernimmt damit eine zentrale Rolle im Gesundheitswesen.

Rund 85 Prozent der Pharmaziestudierenden in Österreich arbeiten später in öffentlichen oder Krankenhausapotheken. Weitere Betätigungsfelder reichen von der Industrie über die Forschung und Lehre bis hin zu Tätigkeiten in der Verwaltung oder im Wissenschaftsjournalismus.

QuelleOePHG

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