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ÖGK baut digitale Services weiter aus

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Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) erweitert ihre digitalen Angebote für 7,6 Millionen Versicherte sowie für Vertragspartner und Dienstgeber. Künstliche Intelligenz unterstützt bereits bei der Kostenerstattung und Vertragspartnerkontrolle. Zugleich wird die Meine ÖGK-App laufend um neue Funktionen ergänzt.

Die Österreichische Gesundheitskasse setzt verstärkt auf digitale Prozesse und Künstliche Intelligenz (KI). Nach Angaben der ÖGK sollen damit Leistungen leichter zugänglich und interne Abläufe effizienter werden. Neben der Meine ÖGK-App kommt KI bereits bei der Verarbeitung eingereichter Rechnungen und bei der Vertragspartnerkontrolle zum Einsatz.

Das KI-System KAI („Kostenerstattung mit Artificial Intelligence“) unterstützt die Verarbeitung von Rechnungen, die über die Meine ÖGK-App oder die ÖGK-Webseite eingereicht werden. Routineaufgaben sollen dabei automatisiert abgewickelt werden. Laut ÖGK wurden bereits über 85 Millionen eingereichte Seiten weitgehend automatisiert bearbeitet. Versicherte können den Bearbeitungsstand ihrer eingereichten Rechnungen in der Meine ÖGK-App in Echtzeit verfolgen.

KI unterstützt auch Vertragspartnerkontrolle

Künstliche Intelligenz wird laut ÖGK außerdem bei der Vertragspartnerkontrolle eingesetzt. Das System prüft Abrechnungen auf Auffälligkeiten und stellt potenzielle Prüffälle den Mitarbeitenden zur weiteren Bearbeitung bereit.

Bernhard Wurzer

„Wir sind auf dem Weg, die modernste Gesundheitskasse Europas zu werden. Damit die Beiträge unserer Versicherten noch effizienter genutzt werden, setzen wir als ÖGK gezielt auf den Ausbau unserer digitalen Angebote sowie auf den Einsatz moderner Technologien, um Arbeitsprozesse kontinuierlich zu optimieren, Abläufe zu vereinfachen und Ressourcen noch wirkungsvoller einzusetzen“

Bernhard Wurzer

Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK)

Meine ÖGK-App mit über einer Million Downloads

Ein zentraler Bestandteil der Digitalisierungsstrategie ist die Meine ÖGK-App. Nach Angaben der Gesundheitskasse wurde sie mehr als eine Million Mal heruntergeladen und verzeichnet über 200.000 monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer. Über die App können Versicherte u.a. Arzttermine buchen, einen Versicherungsdatenauszug herunterladen und Rechnungen einreichen. Darüber hinaus stehen die digitale e-card, Push-Benachrichtigungen für e-Rezepte, die Beantragung des Urlaubskrankenscheins, die Buchung von Impfterminen sowie eine Ärztinnen-, Ärzte- und Apothekensuche zur Verfügung.

Weitere Funktionen betreffen die Anforderung des Kinderbetreuungsgeldes, das kostenlose Brustkrebs-Früherkennungsprogramm und die Buchung von Beratungsterminen zum Wochengeld. Zuletzt wurde die App laut ÖGK u.a. um die digitale e-card und Push-Benachrichtigungen für e-Rezepte erweitert. Nutzerinnen und Nutzer werden dadurch informiert, wenn ein e-Rezept ausgestellt wurde.

Dienstgeber-Dashboard seit Oktober 2025

Auch für Betriebe und Bevollmächtigte baut die ÖGK ihre digitalen Angebote aus. Seit Oktober 2025 steht das Dienstgeber-Dashboard (DG-Dashboard) zur Verfügung. Es bündelt e-Services der ÖGK sowie der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) an einem Ort. Der Einstieg erfolgt über ID Austria.

Das Dashboard ist in das Unternehmensserviceportal integriert. Zu den verfügbaren Bereichen zählen Beitragskonto, Auftragnehmerkonto, Anträge, Postfach, Clearing, Internationales, Nachrichten sowie Suche und Hilfe.

Weitere digitale Vorsorgeangebote geplant

Im Rahmen des Digitalisierungsprogramms ÖGK 2030 plant die Gesundheitskasse weitere Funktionen. Personalisierte Angebote unter den Bezeichnungen „Persönliches Vorsorgemanagement“ und „Persönliches Einladungsmanagement“ sollen Versicherte dabei unterstützen, Vorsorgeleistungen rechtzeitig in Anspruch zu nehmen.

Geplant ist außerdem, den Anamnesebogen für die Vorsorgeuntersuchung bereits vorab über die App ausfüllen zu können. Beim Stecken der e-card soll dieser direkt an die Ärztin oder den Arzt übermittelt werden.

Künftig sollen zudem Lebensstil-Empfehlungen aus dem Befundgespräch mit Angeboten zu Bewegung, Ernährung oder Raucherentwöhnung in der App verknüpft werden. Die neuen Funktionen sollen laut ÖGK schrittweise erprobt und unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben, darunter des EU AI Act, umgesetzt werden.

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