Start Apotheke Tara BB-Cremen im Test – Umweltproblem statt Pflegewunder

BB-Cremen im Test – Umweltproblem statt Pflegewunder

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Drei von zwölf BB-Cremen fielen im aktuellen Konsument-Test deutlich durch – darunter bekannte Marken. Kritik gibt es vor allem an nicht erfüllten UV-Schutz-Versprechen und schlecht abbaubaren Inhaltsstoffen.

BB-Cremen (Blemish Balm, Beauty Balm) versprechen viel: Pflege, Abdeckung kleiner Makel, manchmal sogar UV-Schutz – alles in einem Produkt. Doch der aktuelle Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) in Kooperation mit der Stiftung Warentest zeigt: Die Realität hinkt dem Werbeversprechen oft hinterher. Von zwölf getesteten Produkten fielen drei klar durch.

Bekannte Marken mit enttäuschendem Ergebnis

Die Produkte von Garnier (Skin Active BB Cream Klassik), L’Oréal (Magic BB 5-in-1) und Missha (M Perfect Cover B.B. Cream EX) schnitten besonders schlecht ab. Sie konnten den auf der Verpackung deklarierten UVA- bzw. UVB-Schutz nicht einhalten. 

Der Magic Wonder Balm von Judith Williams, das mit 66,50 Euro pro 100ml eines der teuersten Produkte im Test war, trocknete die Haut der Probandinnen sogar aktiv aus. Genauso wie Misshas BB-Creme-Produkt.

Mikroplastik und schwer abbaubare Stoffe

Kritisch sieht der VKI auch die Inhaltsstoffe vieler Cremen. Sieben Produkte enthalten Stoffe, die schlecht oder gar nicht biologisch abbaubar sind, darunter Mikroplastik (Polyethylen), Silikon D5 und EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure). Vor allem die Produkte von Judith Williams und Missha seien hier negativ aufgefallen. 

„Geraten die winzigen Partikel beim Abschminken ins Abwasser, können sie nicht mehr vollständig herausgefiltert werden“, kritisiert VKI-Kosmetikexpertin Birgit Schiller. Einige von ihnen können sich zudem in Organismen anreichern. Die langfristigen Folgen für Umwelt und Gesundheit sind laut VKI noch nicht abschätzbar.

Kosmetisch meist gut – funktional oft überfordert

In der Anwendung selbst überzeugten viele Cremen: Sie decken kleine Makel zuverlässig ab, lassen sich gut verteilen und sorgen für ein natürliches Hautbild. Aber: Die Werbebotschaften der Hersteller suggerieren eine All-in-One-Lösung. 

„Viele Konsumentinnen glauben, mit einer BB-Creme Hautpflege, Make-up und Sonnenschutz in einem Produkt zu vereinen. Das ist ein Irrtum“, sagt die VKI-Expertin. „BB-Cremen können zwar den Teint verschönern und leichte Pflege bieten, ersetzen aber keine reichhaltige Tagespflege und keinen ausreichenden Sonnenschutz.“

Wer BB-Cremen als getönte Tagespflege nutzt, könne laut VKI zufrieden sein. „Wer mehr erwartet, wird womöglich enttäuscht“, so Schiller.

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