Start Apotheke Neue Kampagne macht Leistungen der Apotheken sichtbar

Neue Kampagne macht Leistungen der Apotheken sichtbar

Die Wiener Apothekerkammer startete am 26. Oktober eine zweiwöchige Kampagne, um auf die Bedeutung öffentlicher Apotheken aufmerksam zu machen. Hintergrund ist der zunehmende Wettbewerb mit internationalen Online-Anbietern. Mit Außenwerbung, digitalen Anzeigen und Informationen über pharmazeutische Leistungen will die Standesvertretung die Bevölkerung erreichen.

Von 26. Oktober bis 8. November 2026 rückt die Wiener Apothekerkammer die wohnortnahe Arzneimittelversorgung in den Mittelpunkt einer breit angelegten Werbekampagne. Die Initiative richtet sich an die Wiener Bevölkerung und soll insbesondere auch jüngere Menschen ansprechen, die nach Einschätzung der Kammer häufiger online einkaufen.

Anlass ist die wachsende Bedeutung internationaler Versandapotheken. Die Standesvertretung sieht darin eine Herausforderung für stationäre Apotheken und möchte deren Leistungen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Werbung im öffentlichen Raum und auf digitalen Kanälen

Die Kampagne umfasst zwei unterschiedliche Werbemotive, die über mehrere Kanäle verbreitet werden. Geplant sind unter anderem Plakate im Wiener Stadtgebiet, digitale Werbeflächen an Bahnhöfen und S-Bahn-Stationen sowie Anzeigen auf Bildschirmen in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ergänzend setzt die Apothekerkammer auf Social Media, Online-Werbung und digitale Anzeigen in Fitnessstudios. Auch eine großformatige Werbefläche im Bereich Karlsplatz und Technische Universität Wien ist vorgesehen.

Die Wiener Apotheken werden ebenfalls eingebunden. Dafür stehen Plakate und digitale Materialien zur Verfügung, die während des Kampagnenzeitraums in den Betrieben beziehungsweise auf deren Kommunikationskanälen eingesetzt werden können.

Pharmazeutische Leistungen im Mittelpunkt

Begleitend zur Kampagne informiert die Apothekerkammer auf ihrer Website über sieben Aufgabenbereiche öffentlicher Apotheken. Dazu zählen die rasche Bereitstellung von Arzneimitteln, die Herstellung individueller Rezepturen und die persönliche Beratung.

Apotheken verfügen im Durchschnitt über einen Bestand von rund 24.000 Arzneimittelpackungen. Mehrmals täglich erfolgen zusätzliche Lieferungen durch den pharmazeutischen Großhandel.

Auch die Herstellung patientenindividueller Arzneimittel zählt zu den hervorgehobenen Leistungen. Österreichweit werden jährlich mehr als drei Millionen solcher Zubereitungen hergestellt, beispielsweise bei besonderen Dosierungsanforderungen oder wenn geeignete Fertigarzneimittel fehlen.

Weitere Themen sind die regionale Beschäftigung, der niederschwellige Zugang zu pharmazeutischer Beratung und die Rolle öffentlicher Apotheken bei außergewöhnlichen Versorgungssituationen.

Potenzial für weitere Aufgaben

Die Initiative beschränkt sich nicht auf die Darstellung bestehender Leistungen. Die Standesvertretung spricht sich auch dafür aus, Apotheken künftig stärker in die Gesundheitsversorgung einzubinden.

Als mögliche Tätigkeitsfelder nennt sie die Betreuung gesundheitlicher Anliegen als erste Anlaufstelle sowie zusätzliche telemedizinische Angebote. Damit könnten ärztliche Ordinationen und Spitalsambulanzen entlastet werden.

Mit der Kampagne verbindet die Wiener Apothekerkammer somit zwei Anliegen: Sie will die Leistungen stationärer Apotheken gegenüber digitalen Vertriebsmodellen sichtbarer machen und zugleich auf Möglichkeiten einer erweiterten pharmazeutischen Versorgung hinweisen.

Quelle: Österreichische Apothekerkammer / Redaktion

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