Am 25. Oktober werden die Uhren in Österreich wieder um eine Stunde zurückgestellt. Während die Diskussion über ein Ende der halbjährlichen Zeitumstellung weitergeht, gibt es nun einen konkreteren Zeitplan für die angekündigte Untersuchung der EU-Kommission. Die Studie soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
In der Nacht auf Sonntag, den 25. Oktober, endet in Österreich und den anderen EU-Staaten die Sommerzeit. Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt, danach gilt wieder die Normalzeit.
Parallel dazu arbeitet die Europäische Kommission an einer Studie zur möglichen Abschaffung des halbjährlichen Wechsels. Wie ein Sprecher der Kommission gegenüber der APA erklärte, sollen die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Untersuchung soll verschiedene Auswirkungen und Szenarien einer dauerhaften Zeitregelung bewerten und damit eine Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung der Mitgliedstaaten liefern.
PharmaNow berichtete bereits im März über die Vorbereitung der neuen EU-Studie zur Zeitumstellung. Damals war der Zeitpunkt der Fertigstellung noch offen.
Mitgliedstaaten weiterhin uneinig
Hintergrund der Untersuchung ist die seit Jahren festgefahrene Diskussion auf EU-Ebene. Die Europäische Kommission hatte bereits 2018 einen Vorschlag zur Abschaffung der saisonalen Zeitumstellung vorgelegt. Das Europäische Parlament nahm im März 2019 seine Position dazu an und sprach sich für ein Ende des halbjährlichen Wechsels aus.
Eine endgültige Entscheidung gibt es jedoch weiterhin nicht. Im Rat konnten sich die Mitgliedstaaten bislang nicht auf eine gemeinsame Position einigen. Die Kommission setzt daher nach eigenen Angaben weiterhin auf einen Konsens zwischen den EU-Staaten.
Die neue Studie wurde laut einem Dokument des Rates der Europäischen Union im Februar 2026 offiziell gestartet. Sie soll weitere Erkenntnisse über die Auswirkungen einer gemeinsamen Abschaffung der saisonalen Zeitumstellung liefern und als Grundlage für weitere Beratungen dienen.
Auswirkungen auf Schlaf und Wohlbefinden
Die Zeitumstellung kann auch den Schlafrhythmus vorübergehend beeinträchtigen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen vor allem nach der Umstellung auf die Sommerzeit Veränderungen bei Schlafdauer, Schlafqualität und Tagesschläfrigkeit. Wie stark Menschen darauf reagieren, ist jedoch unterschiedlich.
Entscheidung über dauerhafte Zeit bleibt offen
Sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden, stellt sich auch die Frage, welche Zeit dauerhaft gelten soll. Nach dem Vorschlag der EU-Kommission sollen die Mitgliedstaaten grundsätzlich selbst über ihre Standardzeit entscheiden. Gleichzeitig ist eine Koordinierung notwendig, um unterschiedliche Regelungen und mögliche Beeinträchtigungen des Binnenmarktes zu vermeiden.
Ob die für Ende des Jahres erwartete Studie tatsächlich Bewegung in das seit Jahren blockierte Verfahren bringt, ist derzeit offen. Einen Zeitplan für eine endgültige EU-Entscheidung gibt es bislang nicht.
Bis dahin bleibt es beim bestehenden System: Am letzten Sonntag im März wird auf Sommerzeit und am letzten Sonntag im Oktober wieder auf Normalzeit umgestellt.




