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Psychische Belastung im Studium auf Höchststand

Die Befragung von Studierenden im Mental Health Barometer 2025 zeigt: Zwei Drittel der Teilnehmenden fühlen sich gestresst und haben kaum Zeit für mentale Gesundheit. 

Die psychische Verfassung von Studierenden in Österreich und Deutschland hat laut dem aktuellen Mental Health Barometer 2025 einen neuen Tiefpunkt erreicht. Wie die Grazer Plattform für psychologische Beratung Instahelp gemeinsam mit der Studierenden-App Studo bekanntgab, stuften 56,7 Prozent der rund 6.000 Befragten ihren mentalen Zustand in den vergangenen 14 Tagen als „weniger gut“ oder „schlecht“ ein. Das waren so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2021.

Dauerbelastung durch Studium und Umfeld

Neben dem Studium selbst belasten auch gesellschaftliche und geopolitische Entwicklungen die psychische Gesundheit. Inflation, Kriege und Krisen wirken als zusätzliche Stressoren. Rund zwei Drittel der Befragten gaben an, sich vom Studium „ziemlich“ oder „sehr gestresst“ zu fühlen. Prüfungsdruck, hoher Arbeitsaufwand, finanzielle Sorgen sowie psychische Probleme zählen zu den häufigsten Belastungsfaktoren.

Zwar beschreiben immerhin 40 Prozent ihre Lebensqualität als „gut“. Jedoch nur 15,5 Prozent gaben an, sich psychisch „ausgezeichnet“ oder „sehr gut“ zu fühlen. Auffällig zudem ist, dass nur ein Drittel der Studierenden offen über psychische Probleme sprechenkann.

Leistungsdruck, Zukunftsangst, soziale Unsicherheit

Das Studium gilt oft als prägende Lebensphase. Neue Freiheiten, Selbstständigkeit und intellektuelle Entwicklung stehen im Vordergrund. Doch viele erleben diese Zeit auch als emotional belastend. Geldsorgen, hohe Erwartungen, mangelnde Ruhe in Lernräumen oder ein übervolles Arbeitspensum führen häufig zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Überforderungsgefühlen. Der Studienalltag wird als chronische Belastung erlebt – Motivation und Lebensfreude sinken.

Fehlende Zeit für mentale Gesundheit

67 Prozent der Befragten investieren weniger als eine Stunde pro Woche in ihre mentale Gesundheit, zum Beispiel durch Reflexion, Beratung oder Meditation. „Wer zwischen Studium, Nebenjob und Alltagsstress kaum Ressourcen hat und gleichzeitig hohe Kosten trägt, schiebt den Schritt zur Hilfe oft lange auf“, so Bernadette Frech, CEO von Instahelp.

Positiv wird die Kostenübernahme klinisch-psychologischer Behandlungen ab 2026 durch die Krankenkassen bewertet – ein Schritt, der Betroffenen den Zugang zu Hilfe erleichtern könnte.

Campus als sicherer Rückzugsort

Trotz der vielen Belastungen empfinden 90 Prozent der Studierenden ihre Hochschule als sicheren Ort. Belästigungen, Gewalt und Kriminalität werden am Campus kaum als Bedrohung wahrgenommen. 

SERVICE:

Mehrere österreichische Hochschulen bieten über Instahelp und Studo einen kostenlosen Mental Health Chat für Studierende an.

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