Start Wissenschaft Europäischer Forschungspreis für Phytotherapie geht erstmals nach Österreich

Europäischer Forschungspreis für Phytotherapie geht erstmals nach Österreich

Der Dra. Mariola Macías Award der Phytochemical Society of Europe geht 2026 erstmals an einen österreichischen Forscher. Dabei wurde Dr. Johannes-Paul Fladerer-Grollitsch für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur evidenzbasierten Phytotherapie ausgezeichnet. Der Preis würdigt insbesondere Forschungsarbeiten zu Olivenblattextrakt in Kombination mit Kalium zur Unterstützung eines gesunden Blutdrucks.

Die Phytochemical Society of Europe hat den Dra. Mariola Macías Award 2026 an Dr. Johannes-Paul Fladerer-Grollitsch verliehen. Damit geht die Auszeichnung erstmals an einen Forscher aus Österreich. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Young Scientists Meeting am 24. Juni 2026 in Leicester (Großbritannien) statt. 

Auszeichnung für Nachwuchsforschung

Nach Unternehmensangaben zählt der Dra. Mariola Macías Award mitunter zu den bedeutenden Auszeichnungen für Nachwuchswissenschafterinnen und Nachwuchswissenschafter im Bereich der Naturstoffforschung. Bewerben können sich ausschließlich Forscherinnern sowie Forscher unter 35 Jahren, die als Erstautorinnen oder Erstautoren in Q1-Journalen der Natural Product Sciences publiziert haben. Das sind Fachzeitschriften, die zu den besten 25 Prozent ihres jeweiligen Fachgebiets gehören. Dabei werden sowohl die Anzahl als auch die wissenschaftliche Qualität und Relevanz der eingereichten Arbeiten bewertet.

Forschung zu Olivenblattextrakt und Kalium

Ausgezeichnet wurden u.a. Publikationen zu Olivenblattextrakt in Kombination mit Kalium. Die Arbeiten entstanden im Rahmen der wissenschaftlichen Forschung der Marke Dr. Böhm beim Grazer Arzneimittelhersteller Apomedica und untersuchen das Potenzial eines an Olivenblatt-Polyphenolen reichen Extrakts in Kombination mit Kalium zur Unterstützung eines gesunden Blutdrucks. 

Wie das Unternehmen betont, steht die Forschung exemplarisch für eine evidenzbasierte Phytotherapie. Pflanzliche Wirkstoffe würden dabei chemisch charakterisiert, pharmakologisch erklärt und klinisch geprüft. Arterielle Hypertonie zähle zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Dr. Johannes-Paul Fladerer-Grollitsch
Foto: Apomedica

„Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel, weil damit auf die Relevanz der modernen Phytotherapie international aufmerksam gemacht wird. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung pflanzlicher Wirkstoffe mit dem Ziel, dass ihre Anwendung nicht nur plausibel erscheint, sondern nachvollziehbar, sicher und evidenzbasiert begründet ist – von der Pflanze über den Wirkmechanismus bis hin zur klinischen Fragestellung.“

Dr. Johannes-Paul Fladerer-Grollitsch

Preisträger des Dra. Mariola Macías Awards 2026

Internationale Anerkennung

Der Preis ist nach der Ärztin und Immunologin Dra. Mariola Macías benannt. Außerdem würdigt die Auszeichnung nach Angaben der Phytochemical Society of Europe wissenschaftliche Leistungen im Bereich phytotherapeutisch relevanter Naturstoffe. 

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