Start Wissenschaft Musikhören mit besserem Wohlbefinden im Alter assoziiert

Musikhören mit besserem Wohlbefinden im Alter assoziiert

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Ein systematischer Review deutet darauf hin, dass Musikhören bei älteren Erwachsenen mit einer besseren Stimmung, einer verbesserten Emotionsregulation und geringeren Ängsten zusammenhängt. Die Auswertung von 13 Studien zeigt zudem Hinweise auf positive Effekte für das soziale Wohlbefinden. 

Musik begleitet viele Menschen durch den Alltag. Ob sich regelmäßiges Musikhören auch positiv auf das Wohlbefinden älterer Menschen auswirkt, haben Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus Italien und Pakistan in einem systematischen Review untersucht.

13 Studien ausgewertet

Für die Übersichtsarbeit werteten die Forschenden Studien mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern ab 60 Jahren aus der Allgemeinbevölkerung aus. Berücksichtigt wurden Arbeiten, die bis zum 1. September 2025 in internationalen Datenbanken veröffentlicht worden waren.

Insgesamt erfüllten 13 Studien die Einschlusskriterien. Die Untersuchungen stammten u.a. aus Kanada, China, Schweden, Australien und den USA. Je nach Studiendesign hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entweder selbst ausgewählte Musik oder vorgegebene Musikstücke. Die einzelnen Studien umfassten zwischen acht und 1.024 Personen.

Hinweise auf positive Effekte

Die zusammengefassten Ergebnisse deuten darauf hin, dass passives Musikhören mit verschiedenen Aspekten des emotionalen Wohlbefindens in Zusammenhang steht. In mehreren Studien war Musikhören mit einer verbesserten Stimmung, einer besseren Emotionsregulation sowie geringeren Ängsten assoziiert. Diese Zusammenhänge wurden insbesondere in belastenden Situationen wie Stress, Krankheit oder sozialer Isolation beobachtet.

Darüber hinaus berichteten einzelne Studien über positive Auswirkungen auf das soziale Wohlbefinden. Gemeinsames Musikhören war mit geringerer Einsamkeit und einer stärkeren sozialen Verbundenheit assoziiert. 

Weitere Forschung erforderlich

Die Autorinnen und Autoren des Reviews betonen, dass die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren sind. Die eingeschlossenen Studien unterschieden sich deutlich hinsichtlich Design, Teilnehmerzahl und Methodik. Zudem war die Zahl der verfügbaren Untersuchungen begrenzt.

Aus Sicht der Forschenden sind daher weitere qualitativ hochwertige Studien erforderlich, um den möglichen Nutzen des Musikhörens für das Wohlbefinden älterer Menschen besser einordnen und belastbare Empfehlungen ableiten zu können.

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