42 PKA-Lehrlinge stellten sich in Innsbruck dem Landesbewerb 2026. Zwei von ihnen vertreten Tirol im Oktober beim Bundesfinale in Graz. Gefragt waren neben Fachwissen auch Beratungskompetenz, Präzision und Kreativität.
Wer Österreichs bester PKA-Lehrling werden möchte, muss sich zunächst auf Landesebene behaupten. Beim Tiroler PKA-Landeslehrlingswettbewerb 2026 traten 42 Lehrlinge in der Landesberufsschule Innsbruck an. Organisiert wurde der Bewerb vom Österreichischen Apothekerverband. Die fachliche und organisatorische Leitung vor Ort übernahm Mag.pharm. Clemens Feldmann, MSc (CE), PKA-Beauftragter des Verbandes.
Ursprünglich hatten sich 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, nach einigen Ausfällen absolvierten schließlich 42 die Aufgaben. Bewertet wurden Fachwissen, praktisches Können, Kreativität und Beratungskompetenz.
Drei Disziplinen im Wettbewerb
Der Bewerb umfasste drei Bereiche: Labor, Kundengespräch sowie Merchandising. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten sämtliche Disziplinen absolvieren. Die Jury bewertete mehrere Teilaufgaben mit unterschiedlicher Gewichtung und vergab dabei Punkte. Ausschlaggebend war schließlich die Gesamtpunktezahl.
Gefordert war dabei mehr als reines Fachwissen. Präzision, Kommunikationsfähigkeit und die Fähigkeit, unter Zeitdruck konzentriert zu arbeiten, entschieden mit.
Labor: Genauigkeit im Fokus
Im Labor fertigten die Lehrlinge eine Rezeptur an und dokumentierten ihre Arbeit. Neben dem Endprodukt zählten unter anderem sauberes Arbeiten, Hygiene und vieles mehr.
Kundengespräch: höchste Anforderungen
Als besonders anspruchsvoll galt das Kundengespräch. In einer simulierten Beratungssituation an der Tara mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Kundin zu einem vorgegebenen Thema beraten.
Kommunikationsgeschick und Flexibilität wurden dabei ebenso wie das fachliche Wissen bewertet. Im Gespräch mit dem PKAjournal betonten die begleitenden Berufsschullehrerinnen, dass diese Disziplin besonders herausfordernd ist, da Wissen, Beratungskompetenz und situatives Handeln zusammengeführt werden müssen.
Merchandising: Praxis trifft Marketing
Im Bereich Merchandising gestalteten die Lehrlinge außerdem eine Auslage zu einem vorgegebenen Thema. Zusätzlich entwickelten sie ein fiktives Social Media-Posting und entwarfen ein Werbeplakat. Damit bildet die Disziplin zentrale Anforderungen des Berufsalltags ab, der zunehmend auch digitale Kommunikationskanäle umfasst.
Entscheidung am Nachmittag
Nach Abschluss aller Aufgaben zog sich die Jury zur Bewertung zurück. Kurz nach 16 Uhr standen die Ergebnisse dann fest. Nach einleitenden Worten von Berufsschuldirektor OSR Herbert Unterlechner, BEd nahm Clemens Feldmann die Siegerehrung vor.
Tirol beim Bundesfinale vertreten
Die ersten beiden Plätze gingen an Leonie Weissbacher und Christina Moser. Beide qualifizierten sich damit für den PKA-Bundeslehrlingswettbewerb 2026, der im Oktober in Graz stattfindet.
Der Wettbewerb zeigt die Bandbreite der PKA-Ausbildung: von Laborarbeit über Kundenberatung bis hin zu Marketingaufgaben. Gleichzeitig wird deutlich, mit welchem Ausbildungsstand der Nachwuchs in den Apotheken startet und wie wichtig dafür auch das enorme Engagement der Lehrkräfte ist, die oft über die rein fachliche Unterstützung hinaus die Extrameile für ihre Schülerinnen und Schüler gehen.
Tirols beste PKA-Lehrlinge 2026
Spartensiegerinnen 2026
Labor: Leonie Weissbacher
Apotheke am Weg, St. Johann in Tirol
Kundengespräch: Theresa Bachler
Pillersee Apotheke, Fieberbrunn
Merchandising: Linda Geisler
Europa Apotheke, Ramsau
Gesamtsiegerinnen 2026
1. Platz: Leonie Weissbacher
Apotheke am Weg, St. Johann in Tirol
2. Platz: Christina Moser
St. Barbara Apotheke, Brixlegg
3. Platz: Lea Arzberger
Achen-Apotheke, Kramsach


















































