Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und nachlassende Leistungsfähigkeit können auf einen Eisenmangel hindeuten. Besonders bei jungen und sportlich aktiven Frauen können mehrere Risikofaktoren zusammentreffen. Ein Mangel kann bereits bestehen, bevor sich eine Anämie entwickelt.
Eisen erfüllt im Körper wichtige Funktionen bei Blutbildung, Sauerstofftransport und Energiestoffwechsel. Sind die Eisenspeicher nicht ausreichend gefüllt, können sich zunächst unspezifische Beschwerden bemerkbar machen. Dazu zählen Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwierigkeiten und Frieren.
Bei stärker ausgeprägtem Eisenmangel können unter anderem Leistungsabfall, Kopfschmerzen, Atemnot oder Herzrasen hinzukommen. Bei sportlich aktiven Menschen können sich eine reduzierte Ausdauer, schlechtere Trainingsanpassung und längere Regenerationszeiten zeigen.
Sportlich aktive Frauen besonders im Blick
Bei Frauen können zudem Menstruationsblutungen zu einem erhöhten Eisenverlust beitragen. Kommt intensive körperliche Belastung hinzu, kann sich der Eisenbedarf zusätzlich erhöhen. Auch eine unzureichende Eisenaufnahme über die Ernährung kann eine Rolle spielen.
Die von der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze (ÖGGK) angeführten Studiendaten weisen ebenfalls auf Unterschiede zwischen Frauen und Männern hin. In einer 2024 veröffentlichten Untersuchung mit 1.190 Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern wurde bei knapp 20 Prozent ein Eisenmangel festgestellt. Frauen waren demnach deutlich häufiger betroffen. In der Studie war weibliches Geschlecht mit einem mehr als vierfach erhöhten Risiko verbunden.
Zudem zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Eisenmangel und einer geringeren maximalen Sauerstoffaufnahme und damit einer reduzierten körperlichen Leistungsfähigkeit.
Eisenmangel auch ohne Anämie möglich
Für die Abklärung ist relevant, dass ein Eisenmangel bereits bestehen kann, wenn der Hämoglobinwert noch im Normalbereich liegt und keine Anämie vorliegt. Neben dem Blutbild können deshalb Parameter des Eisenstatus herangezogen werden.
Dazu gehört Ferritin, das Rückschlüsse auf die Eisenspeicher ermöglicht. Je nach Situation kann auch die Transferrinsättigung bestimmt werden. Für Sportlerinnen werden wiederkehrende Kontrollen von Blutbild und Eisenstatus empfohlen.
Ferritinmessungen in Apotheken
Das Thema Eisenmangel greift im Oktober auch eine Apothekenaktion auf. Von 19. bis 24. Oktober 2026 werden im Rahmen der „Aktionswoche Eisen“ in 36 Partnerapotheken des Gesundheitsnetzes Goldenes Kreuz kostenlose Ferritinmessungen angeboten.
Die Messungen sollen einen Überblick über den aktuellen Ferritinwert geben. Nach Angaben des Veranstalters können die Ergebnisse direkt vor Ort eingesehen werden und im Anlassfall wird eine ärztliche Abklärung empfohlen.
Welche Apotheken an der Aktionswoche teilnehmen, ist auf der Website des Gesundheitsnetzes Goldenes Kreuz angeführt.




